Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

18Nov/22

Wie geht es nach dem Richterstuhl Christi weiter? – Teil 9

Quelle: „Heaven“ (Himmel) von Randy Alcorn

Ist der Himmel ein gegenständlicher Ort?

„Denn der Eingang in die größere Welt ist breit und sicher, und diejenigen, die auf die Enge und Beschwerlichkeit zurückblicken, von der sie befreit wurden, kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn sie fröhlich und unsterblich in diese weiten Räume aufgenommen werden.“ (Die Indien-Missionarin Amy_Carmichael)

Viele glauben, dass der Himmel weniger heilig wäre, wenn er gegenständlich wäre. Doch der gegenständliche neue Erde wird unser endgültiger Wohnort sein. Aber wir sollten nicht erstaunt sein, wenn Gott uns bis dahin einen Warteplatz zuweist, der auch gegenständlich ist. Wenn der jetzige Himmel, also der so genannte „Zwischenhimmel“ ein Ort ist, in dem Gott, Engel und Menschen leben, ist es sinnvoll, dass der Himmel an die Menschen angepasst wird, weil Gott keine Anpassung nötig hat. Wir wissen, dass Engel in einer gegenständlichen Welt existieren können, weil sie nicht nur im Himmel, sondern auch in unserer Welt leben. In der Tat nehmen Engel manchmal, vielleicht sogar oft, Menschengestalt an. Dazu heißt es in:

Hebräerbrief Kapitel 13, Vers 2

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch diese haben einige, ohne es zu wissen, ENGEL beherbergt.

Warum widerstrebt uns der Gedanke, dass der Himmel gegenständlich sein könnte, so sehr? Die Antwort liegt wohl in dem unbiblischen Glauben, dass der geistliche Bereich gut und die materielle schlecht sei, eine Anschauung, die ich „Christoplatonismus“ nenne.

Plato, der griechische Philosoph, glaubte, dass materielle Dinge, einschließlich des menschlichen Körpers und der Erde, schlecht, während immaterielle Dinge, wie die Seele und der Himmel, gut seien. Diese Anschauung wird Platonismus genannt.

Die christliche Gemeinde, die unter anderem aufgrund der Lehren von Philon_von_Alexandria (20 v. Chr.-50 n. Chr.) und Origenes (185-254 n. Chr.) stark vom Platonismus beeinflusst wurde, machte sich die „geistliche“ Auffassung zu Eigen, dass es dem menschlichen Geist ohne Körper besser ginge und dass das Dasein im Himmel ein körperloser Zustand sei.

Der Christoplatonismus wirkt sich verheerend auf unsere Fähigkeit aus zu verstehen, was die Bibel über den Himmel sagt, insbesondere über den ewigen Himmel, der dann mit der neuen Erde verbunden ist. Wenn wir – und sei es nur unbewusst – glauben, dass der Körper, die Erde und materielle Dinge ungeistlich, ja sogar schlecht seien, dann werden wir unvermeidlich jede biblische Offenbarung über die leibliche Auferstehung oder die gegenständlichen Eigenschaften der neuen Erde ablehnen oder im übertragenen Sinne deuten. Genau das ist in den meisten christlichen Gemeinden geschehen, und vor allem anderen liegt der Grund dafür, dass wir mit einer biblischen Lehre vom Himmel nicht zurechtkommen.

Hebräerbrief Kapitel 12, Verse 22-24

22 Nein, ihr seid zu dem Berge Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, DEM HIMMLISCHEN JERUSALEM, herangetreten und zu vielen Tausenden von Engeln, zu einer Festversammlung 23 und zur Gemeinde der im Himmel aufgeschriebenen Erstgeborenen und zu Gott, Dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, 24 und zu Jesus, Dem Mittler des neuen Bundes, und zum Blute der Besprengung, das Besseres (wirksamer) redet als (das Blut) Abels.

Hier ist von der Stadt „Neu-Jerusalem“ die Rede, die auf die neue Erde herunterkommen wird. Sie befindet sich zurzeit noch im „Zwischenhimmel“. Wenn wir wissen, dass das neue Jerusalem gegenständlich auf der Erde sein wird und dass es sich jetzt im Zwischenhimmel befindet, dann können wir folgern, dass das neue Jerusalem zurzeit ebenfalls ein GEGENSTÄNDLICHER ORT ist.

Warum sollte es nicht so sein? Wenn wir von der Annahme ausgehen, dass der Himmel nicht gegenständlich sein kann, dann müssen wir uns davon überzeugen lassen, dass er in der Tat gegenständlich ist.

Haben Menschen im Zwischenhimmel einen vorläufigen Körper?

Gott und die Engel sind in ihrem Wesen nach GEIST. Dazu sagt Jesus Christus:

Johannes Kapitel 4, Vers 24

„Gott ist GEIST, und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geist und in Wahrheit anbeten.“

Und es heißt in:

Hebräerbrief Kapitel 1, Vers 14

Sind sie (die Engel) nicht allesamt (nur) dienstbare GEISTER, die zu Dienstleistungen ausgesandt werden um derer willen, welche die Rettung (das Heil) ererben sollen?

Und Menschen sind von Natur aus sowohl GEIST ALS AUCH KÖRPER.

1.Mose Kapitel 2, Vers 7

Da bildete Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies ihm den LEBENSODEM in die Nase; so wurde der Mensch zu einem lebenden Wesen.

Gott schuf Adam NICHT ALS GEIST und versah ihn DANN mit einem Körper. Vielmehr schuf Er zunächst einen Körper und blies ihm DANACH GEIST ein. Zu dem, was „Seele“ genannt wird, die untrennbar mit dem menschlichen Geist verbunden ist, gehören:

  • Der Verstand
  • Die Gefühle
  • Der Willensfreiheit
  • Das Streben nach Zielen
  • Die Fähigkeit zur Anbetung

Es hat den Anschein, dass wir nicht in erster Linie Geister sind, die in Körpern wohnen, sondern dass wir unserem Wesen nach genauso Körper wie Geist sind.

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Erlösung