Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

2Aug/21

Die Bewältigung von Krisen – Teil 14

Quelle:

1. April 2021 – Pastor Brandon Holthaus

Der angemessene Umgang mit Wut – Teil 3

Die falsche Interpretation von Ungerechtigkeit

Viele, denen von einem anderen Menschen Unrecht widerfahren ist, nehmen diese Angelegenheit persönlich, anstatt den Fehler beim Täter zu identifizieren und zum Beispiel zu sagen: „Diese Person hat dies getan, weil sie:

  • Ein Narzisst
  • Ein Egoist
  • Geistig verwirrt
  • Dämonisch besessen
  • Geltungsbedürftig
  • Ein Snob

ist.“

Stattdessen beziehen sie die Ungerecht, die ihnen widerfahren ist, auf ihre eigene Person.

„Ich muss jemand sein, der solche Dinge anzieht. Irgendetwas ist bei mir nicht in Ordnung. Ich bin einfach nicht gut genug, sonst wäre mir so etwas niemals widerfahren.“

Und diese Fehlinterpretation verinnerlichen sie dann.

Sie müssen erkennen, dass das Sünde war, was ihnen widerfahren ist und dass SIE NICHT dafür verantwortlich sind, sondern der Übeltäter. Zweifellos bist Du das Opfer, wenn sich jemand an Dir versündigt. Aber in vielen Fällen hat die Ungerechtigkeit, die Dir von einer Person zugefügt wird, überhaupt nichts mit Dir zu tun, sondern mit dem bösen Wesen des Täters.

Jakobusbrief Kapitel 4, Vers 17

Wer also weiß, wie er sich richtig zu verhalten hat, es aber nicht tut, für den ist es Sünde.

Was hat Abel Schlimmes getan, dass er den Tod verdient hätte? Nichts. In der Bibel lesen wir von vielen Personen, denen Unrecht geschehen ist. Was hatte Joseph getan, dass er es verdient hätte, in die Sklverei verkauft zu werden? Darüber hinaus wurde er von Potiphars Frau fälschlicherweise der Vergewaltigung angeklagt und wurde deshalb unschuldig ins Gefängnis geworfen. Sagte er sich da: „Mit mir muss irgendetwas nicht stimmen, weil jeder mich hasst“? Nein, das tat er NICHT. Er interpretierte die Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren waren, richtig, denn er konnte am Ende zu seinen Brüdern sagen:

1.Mose Kapitel 50, Vers 20

„IHR freilich hattet Böses gegen mich im Sinn, ABER GOTT gedachte es zum Guten zu wenden, um das auszuführen, was jetzt klar zutage liegt, nämlich um ein zahlreiches Volk (viele Menschen) am Leben zu erhalten.“

Joseph interpretierte die ihm widerfahrenen Ungerechtigkeiten nicht nur korrekt, sondern er verarbeitete sie auch in angemessener Art und Weise. Diese Ungerechtigkeiten hatten alle nichts mit der Person Joseph zu tun, denn er hatte nichts Verwerfliches getan. Es lag einzig und allein an seinen schlimmen Brüdern und an Potiphars böser Frau. Nur darum ging es bei diesen Fällen. Aber Joseph hatte die Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren waren, nach biblischen Maßstäben richtig interpretiert.

Falsche Reaktion: Man sucht sich einen Sündenbock

Doch das tun unversöhnliche Menschen für gewöhnlich nicht. Stattdessen lassen sie ihre Wut an Unschuldigen aus. Dazu picken sie sich leichte Zielobjekte in Form von schwachen Menschen aus, bei denen sie Oberwasser haben oder Personen, von denen sie wissen, dass sie nicht zurückschlagen. Deshalb müssen so viele Menschen als Sündenböcke herhalten, wie zum Beispiel bei einem Amoklauf in einer Schule, bei dem Kinder erschossen werden.

So etwas kann man auch in innerhalb einer Familie erleben, in der man aufwächst und in der man ständig attackiert wird, ohne selbst irgendetwas verbrochen zu haben. Diese Angreifer haben eine Wut tief in ihrem Inneren und lassen diese an ihren Angehörigen aus, von denen sie wissen, dass sie nicht kontern werden, wie zum Beispiel an ihren kleinen Kindern und/oder ihrem schwachen Ehepartner. Über diese üben sie dann Macht aus.

So sucht sich der Unversöhnliche Sündenböcke, die er bekämpft und findet sozusagen Hunde, die er treten kann, anstatt sich mit dem Menschen auseinanderzusetzen, der ihm diese Ungerechtigkeit angetan hat. Er will dem Übeltäter nicht in die Augen blicken. Darin besteht das Problem des Unversöhnlichen. Er sucht sich stattdessen Menschen, an denen er seine Wut ablassen kann. Das ist übrigens auch das Konzept von Tyrannen und von Sexualstraftätern.

Aktive und passive Aggressivität

So mancher Unversöhnliche kann auch in der Weise reagieren, dass er sich in seiner insgeheimen Wut selbst Verletzungen zufügt. Das kann so weit reichen, dass er am Ende Selbstmord begeht. Das nennt man dann passive Aggressivität, weil er sich nicht am Täter rächen kann oder nicht die nötige Kraft dazu aufbringt.

Nun stellt sich die Frage: Warum verhalten sich unversöhnliche Menschen so, dass sie sich zu Tyrannen, Sexualstraftätern oder Selbstmördern entwickeln? Die Antwort darauf ist, weil ihnen das ein Gefühl von Macht und Kontrolle vermittelt. Sie bilden sich ein, dass sie dadurch jemand Bedeutsames sind, der Zeichen setzt. Es verschafft ihnen einen Höhenflug und ist vergleichbar mit einem Drogentrip, wenn sie sich feindlich gegenüber Unschuldigen verhalten.

König Saul fühlte sich auch ungerecht behandelt, weil Gott ihm seine Königsherrschaft entzogen hatte, weil er mit einer Opferzeremonie nicht auf den Propheten Samuel gewartet hatte.

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

Newsletter abonnieren »
Seite drucken Drucken
Mach mit beim Endzeit-Reporter-Projekt!
veröffentlicht unter: Glaube