Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

3Aug/21

Die Bewältigung von Krisen – Teil 15

Quelle:

1. April 2021 – Pastor Brandon Holthaus

Die Wurzel des Zorns – Teil 1

Erfahrene oder empfundene Ungerechtigkeit

Wir wollen uns hier die Wurzel anschauen, welche den Zorn verursacht, also woher die innere Wut kommt und wie sie oft so tief in unsere Seele eingegraben werden kann. Wir hatten bereits erwähnt, dass der innere Zorn auf Ungerechtigkeit basiert. Sie löst eine Menge Wut aus. Dabei kann es sich um eine reale Ungerechtigkeit handeln oder um etwas, das wir als Ungerechtigkeit empfunden haben.

Wie dem auch sei, wir werden bei alledem an die Wurzel gehen und aus biblischer Perspektive erforschen, woher der innere Zorn kommt.

Die biblischen Prinzipien sind auf alle Krisen und Probleme anwendbar. Die Corona-Krise hat uns alle aufgewühlt, weil sie eben auch die Wirtschaft lahmgelegt hat und weil wir dabei Menschen verloren haben. Viele Menschen sind deshalb zu Recht sehr wütend auf die Politiker, die diese drakonischen Maßnahmen angeordnet und ihnen ihre persönlichen Rechte genommen haben. Es gibt noch immer viel Wut und Spannungen bei einer Menge Menschen.

Wir wollen hier an die Wurzel gehen. Es ist völlig in Ordnung, wenn man wütend wird. In der Bibel heißt es dazu:

Epheserbrief Kapitel 4, Vers 26

»Zürnet ihr, so sündiget dabei nicht« (Ps 4,5); lasst die Sonne über eurem Zorn nicht untergehen 27 und gebt dem Verleumder (Teufel) keinen Raum!

Psalmen Kapitel 4, Vers 5

Seid zornerregt, doch versündigt euch nicht! Denkt nach im Stillen auf eurem Lager und schweigt! SELA.

Es gibt Zeiten, in denen Du das Recht hast, zornig zu sein. Der Zorn ist tatsächlich eine Gabe Gottes, wodurch Du die nötige Motivation und Kraft bekommst, um Ungerechtigkeit zu stoppen. Doch wenn Du bei einem anderen Menschen oder bei Dir selbst feststellst, dass Du bei einer kritischen Situation über Gebühr wütend wirst und Du weißt nicht warum Du völlig die Kontrolle verlierst, dann brodelt etwas in Deinem Inneren, was mehr ist als eine Frustration oder Irritation.

Wenn dies der Fall ist, solltest Du einmal Dein Leben nach einem bestimmten Muster durchforsten, in welchen Situationen Du mit Deiner Wut zu kämpfen hast. Ich meine hier nicht, dass Du Dich über einen Globalisten oder eine politische Agenda aufregst oder dass jemand Dich auf der Straße schneidet. Bei übersteigerter Wut muss etwas Anderes zugrunde liegen, das wie eine glühende Kohle in Dir brodelt. Da braucht nur jemand zu kommen und Benzin darauf zu gießen, und schon löst das bei Dir einen unkontrollierten Zornausbruch aus.

Bevor wir ins Detail gehen, möchte ich allerdings noch etwas klären. Wenn Du bei jemandem einen plötzlichen Wutausbruch siehst, der nicht dem normalen Muster entspricht und die Person sich dabei nicht normal verhält, dann tritt einen Schritt zurück und mach Dir bewusst, dass auch etwas Anderes der Grund dafür sein könnte, was nicht notwendigerweise etwas Geistliches sein oder auf einer Ungerechtigkeit basieren muss. Dieses seltsame Verhalten kann auch zurückzuführen sein auf:

  • Drogenabhängigkeit
  • Klinische Depression
  • Geisteskrankheit
  • Medikamenteneinfluss
  • Kopfverletzung
  • Übermäßigen Hormonausschüttung
  • Irgendeine Krankheit
  • Übermäßigen Stress

Das sind alles Dinge, die von außen auf einen Menschen einwirken können, so dass er ein ungebührliches Verhalten an den Tag legt. Aber über solche Fälle sprechen wir hier nicht. Denn wenn diese äußeren Einflüsse nachlassen, hört automatisch auch die Wut oder die Frustration auf.

Wir reden hier mehr über ein typisches geistiges Lebensmuster, das auf irgendeinem Trauma basiert im Zusammenhang mit einer erlebten körperlichen oder emotionalen Ungerechtigkeit. In diesem Fall hat der Zorn tiefe Wurzeln in die Seele geschlagen. Im Hebräerbrief wird sie „Wurzel voll Bitterkeit“ genannt.

Hebräerbrief Kapitel 12, Verse 14-16

14 Trachtet eifrig nach dem Frieden mit jedermann und nach der Heiligung, ohne die niemand den HERRN schauen wird; 15 und gebt Acht darauf, dass niemand hinter der Gnade Gottes zurückbleibe (die Gnade versäume), dass keine »Wurzel voll Bitterkeit (kein giftiger Wurzelschoß)« aufwachse und Unheil anrichte (5.Mose 29,17) und gar viele durch sie befleckt (vergiftet) werden; 16 dass niemand ein ehebrecherischer (von Gott abtrünniger) oder verworfener Mensch sei wie Esau, der für eine einzige Mahlzeit sein Erstgeburtsrecht verkauft hat.

Diese „Wurzel voll Bitterkeit“, diese innere Wut, setzt zerstörerische Verhaltensweisen frei. Unversöhnlichkeit ist dabei eines der Hauptmerkmale. In solchen Fällen sind die Betroffenen nicht ehrlich zu sich selbst und sagen: „Ich bin nicht wütend. Nein, ich bin nicht zornig. Auf gar keinen Fall.“ Das tun sie, weil sie sich ihre innere Wut nicht erklären können. Deshalb spielen sie ihren Zorn herunter oder leugnen ihn vollständig.

Dafür werden sie immer kritischer ihren Mitmenschen gegenüber, lassen ihre Wut an Anderen aus, verletzen ihre Lieben und völlig Unschuldige. Das Auffälligste ist, wenn dies bei Christen der Fall ist, dass sie aufgrund ihres inneren Zorns ihre Verbindung zu Gott und zu ihren Glaubensgeschwistern verlieren. Und das hat viele Konsequenzen.

Was löst diese innere Wut bei uns aus?

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Glaube