Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

26Feb/21

Die Bedeutung der Endzeit-Prophetie im Gemeindezeitalter – Teil 56

Quelle: „Ancient Prophecies Revealed – 500 Prophecies Listed in Order Of When They Were Fulfilled“ (Offenbarung alter Prophezeiungen – 500 Prophezeiungen in der Reihenfolge aufgelistet, wie sie sich erfüllt haben) von Dr. Ken Johnson

Von der Entrückung bis zum zweiten Kommen von Jesus Christus auf die Erde – Teil 3

Die Machtergreifung des Antichristen

Durch seine Gaunereien und Betrügereien wird der Antichrist die Weltherrscher derart täuschen, dass sie ihn als Weltführer anerkennen. Auf dieselbe Art und Weise verschaffte sich auch Antiochos_IV. den Weg an die Macht.

Antiochos IV. Epiphanes (griech. der Erschienene (Gott); * um 215 v. Chr.; † 164 v. Chr.) war ein König aus der Dynastie der Seleukiden. Er war der jüngste Sohn des Antiochos III. und der Laodike von Pontos. Laut Diodor galt Antiochos als mächtigster König seiner Zeit.

Als eine der Bedingungen des Friedens von Apameia 188 v. Chr. musste Antiochos von seinem Vater als Geisel nach Rom entsandt werden. Dort lebte er zehn Jahre lang, bis er 178 v. Chr. gegen seinen Neffen Demetrios ausgetauscht wurde.

Antiochos lebte danach mehrere Jahre in Athen, bis er mit der Hilfe der Attaliden als Gegenprätendent zu seinem Bruder Seleukos IV. aufgebaut wurde. Noch bevor er an die Grenze zum Seleukiden-Reich gelangte, wurde Seleukos IV. ermordet. Antiochos konnte dadurch 175 v. Chr. kampflos die Macht übernehmen, indem er sich zum Vormund seines gleichnamigen Neffen erklärte, dessen Mutter heiratete und den Mörder seines Bruders, Heliodoros, hinrichten ließ.

Laut Appian erhielt er dafür von der Bevölkerung Syriens den Beinamen epiphanes („der Erscheinende“) verliehen, da er sich durch die Beseitigung des Usurpators als rechtmäßiger König erwiesen habe. Antiochos ließ sich daraufhin als theos epiphanes („erscheinender Gott“) propagieren und verdrängte seinen Neffen, für den er eigentlich nur stellvertretend regieren sollte, aus der Herrschaft. Der gewaltsame Tod des Neffen im Jahr 170 v. Chr. ging vermutlich auf seine Veranlassung zurück.

Antiochos IV. sicherte seine Herrschaft nach außen durch aufwändige Geschenke und Stiftungen an hellenische Mächte wie Pergamon und Rhodos sowie mehrere Griechenstädte ab. Unter anderem veranlasste er in Athen den Bau des monumentalen Olympieiontempels. Auch von Rom wurde seine Herrschaft anerkannt, was 173 v. Chr. in einen Freundschaftsvertrag mündete, in dem Antiochos die noch ausstehenden Zahlungen aus dem Frieden von Apameia beglich und die gegen Makedonien gerichtete Politik Roms unterstützte.

169/168 v. Chr. kämpfte Antiochos im sechsten syrischen Krieg erfolgreich gegen Ägypten. Nach einem Sieg bei Pelusium konnte er das ganze Nildelta besetzen und Alexandria belagern. Der Sturz der beiden Könige Ptolemaios VI. und Ptolemaios VIII. und die Vereinigung Ägyptens mit Syrien schienen greifbar nahe. Dies führte allerdings zu einer Intervention Roms, das die Bildung eines derart mächtigen hellenischen Großreiches nicht akzeptieren wollte. Am so genannten „Tag von Eleusis“ wurde Antiochos daher vom römischen Gesandten Gaius Popillius Laenas zum Rückzug aus Ägypten aufgefordert, andernfalls würde Rom ihm den Krieg erklären. Als Antiochos den Wunsch äußerte, sich zuerst mit seinem Rat zu besprechen, zeichnete der römische Gesandte einen Kreis um Antiochos IV., den er nicht verlassen durfte, ohne eine Entscheidung getroffen zu haben. Um ein militärisches Eingreifen Roms, welches kurz zuvor bereits Makedonien unterworfen hatte, abzuwenden, musste Antiochos daher auf die Forderung eingehen und sich nach Syrien zurückziehen.

167 v. Chr. brachte er Jerusalem wieder unter seine Kontrolle, nachdem es dort zu Unruhen gekommen war. Um seine Herrschaft in Jerusalem zu stabilisieren, gründete Antiochos inmitten der Stadtmauern eine griechische Polis, verbot den Gottesdienst und ließ den Tempel zu einer Kultstätte des Zeus umweihen. Damit aber provozierte er 166 v. Chr. den Aufstand der Hebräer unter dem Hasmonäer Mattatias, der langfristig zur Unabhängigkeit der Provinz Koilesyrien (Judäa, Galiläa, Samarien; heute Palästina und Israel) und zur Bildung eines unabhängigen jüdischen Staates unter den Nachkommen des Mattatias führte.

Antiochos IV. unternahm einen Feldzug in die östlichen Provinzen („obere Satrapien“) Asiens (Anabasis), um diese wieder seiner Herrschaft zu unterwerfen, nachdem sie sich zuvor unter den Parthern und Gräkobaktriern von den Seleukiden losgesagt hatten. Um seine Kriegskasse zu füllen, beabsichtigte er in der Landschaft Elymais einen der Artemis geweihten Tempel zu plündern. Damit scheiterte er jedoch an dem Widerstand der Einheimischen und starb auf dem Rückzug „eines jämmerlichen Todes in fremdem Lande in der Wildnis“.

2.Makkabäer Kapitel 9, Vers 28

So endigte dieser Menschenmörder und Gotteslästerer sein Leben in schrecklichen Leiden, wie er selbst sie Anderen zugefügt hatte, in einem fremden Lande, im Gebirge, durch einen jammervollen Tod.

Seine Abwesenheit von Syrien konnte Judas Makkabäus nutzen, um im Jahr 164 v. Chr. Jerusalem zu erobern und den Tempel von neuem dem hebräischen Gott zu weihen.

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veröffentlicht unter: Endzeit