Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

10Jul/18

Praktische Heiligung – Teil 18

Übersetzung des Buches von C.J. Ryle „Holiness“

SICHERHEIT – Teil 2

2. Ein Mensch kann niemals in diesen Zustand der sicheren Hoffnung gelangen, aber dennoch erlöst und errettet sein

Ich räume dies ganz offen ein und bestreite das keinen Moment. Ich möchte allerdings weder ein reumütiges Herz betrüben, das Gott nicht traurig gemacht hat, noch ein schwaches Kind Gottes mutlos machen und auch nicht den Eindruck erwecken, dass Menschen keinen Teil an Jesus Christus hätten, wenn sie diese Sicherheit nicht spüren.

Eine Person kann durchaus den errettenden Glauben an Jesus Christus haben, und sich dennoch niemals an der sicheren Hoffnung erfreuen, die der Apostel Paulus gespürt hat. Zu glauben und einen Hoffnungsschimmer zu haben, vom HERRN angenommen zu sein, ist eine Sache; aber innere Freude und Frieden im Glauben zu spüren und von Hoffnung erfüllt zu sein, eine völlig andere. Alle Gotteskinder haben Glauben; aber nicht alle Sicherheit. Ich denke, das sollte man niemals vergessen.

Ich kenne einige große, gute Gottesmänner, die dazu eine ganz andere Meinung haben. Ich glaube, dass viele ausgezeichnete Prediger des Evangeliums, zu deren Füßen ich gerne sitzen würde, diesen Unterschied nicht machen, wie ich ihn hier darlege. Aber ich nenne keinen Menschen „Meister“. Ich fürchte wie kaum ein Anderer die Vorstellung von der oberflächliche Behandlung der Wunden des Bewusstseins, und ich denke, dass eine andere Sichtweise wie die, welche ich hier darlege, dazu beiträgt, ein höchst unangemessenes Evangelium zu predigen und eines, das aller Wahrscheinlichkeit nach die Seelen für eine lange Zeit vom Tor zum ewigen Leben mit dem HERRN zurückhält.

Ich schrecke nicht davor zurück zu sagen, dass ein Mensch durch Gnade genügend Glauben haben kann, um:

  • Zuflucht zu Jesus Christus zu nehmen
  • Sich an Ihm festzuhalten
  • Ihm zu vertrauen
  • Ein echtes Gotteskind zu sein
  • Erlöst und errettet zu sein

aber dennoch bis zum letzten Tag seines Lebens auf der Erde niemals frei von Ängsten, Zweifeln und Furcht ist.

Ein alter Schriftsteller sagte einmal: „Ein Brief kann geschrieben worden, aber nicht versiegelt sein. Und genauso kann die göttliche Gnade in das Herz eines Menschen geschrieben sein, und dennoch kann der Heilige Geist nicht das Siegel der Sicherheit darauf angebracht haben.“

Ein Kind kann geboren werden, für das ein großes Erbe bestimmt ist. Und dennoch kann es sich seines Reichtums nicht bewusst sein. Es kann kindisch leben und sterben und niemals die Größe seiner Besitztümer erkannt haben. Genauso kann ein Mensch ein Baby in der Familie von Jesus Christus sein, denken wie ein Baby, brabbeln wie ein Baby und – obwohl es erlöst ist – niemals eine lebendige Hoffnung auf sein Erbe haben oder seine wirklichen Privilegien erkennen.

Ich möchte von niemandem missverstanden werden, was meine Ansicht über die Realität, das Privileg und die Bedeutung von Sicherheit anbelangt. Tue mir nicht Unrecht, indem Du sagst, dass ich lehren würde, dass niemand erlöst und errettet würde, es sei denn, er könnte mit Paulus sagen: „Fortan liegt für mich der Siegeskranz der Gerechtigkeit bereit“. Das würde ich niemals behaupten und schon gar nichts dieser Art lehren.

Ein Mensch muss zweifellos an den HERRN Jesus Christus glauben, wenn er erlöst und errettet werden will. Es gibt keinen anderen Zugang zum himmlischen Vater. Nur durch Jesus Christus kann man in den Genuss von göttlicher Barmherzigkeit und Gnade kommen. In dem Bewusstsein seiner Sünden und seines verlorenen Zustandes muss er zu Jesus Christus kommen und Ihn um Vergebung und Erlösung bitten, seine ganze Hoffnung auf Ihn setzen und nur auf Ihn allein. Ich kann jedem anhand der Bibel versichern, dass wenn er diesen Glauben hat – selbst wenn er noch so schwach ist - , dass er in den Himmel kommen wird.

Wir dürfen nie und nimmer die Freiheit des herrlichen Evangeliums einschränken und sein gewaltiges Ausmaß beschneiden. Wir dürfen das Tor niemals schmaler und den Weg nie enger machen, als der Stolz und die Liebe zur Sünde es schon getan haben. Der HERR Jesus Christus ist sehr barmherzig und voll liebevoller Gnade. ER schaut nicht auf die Menge an Glauben, die ein Mensch aufbringt, sondern auf die Qualität. ER misst nicht den Grad des Glaubens, sondern dessen Wahrhaftigkeit. ER wird dabei kein verletztes Schilfrohr zerbrechen, noch wird Er keinen qualmenden Flachs zum Verlöschen bringen. ER wird es niemals zulassen, dass jemand, der sich zum Fuß Seines Kreuzes begeben hat, verloren geht. Denn Er sagt uns in:

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veröffentlicht unter: Heiligung