Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

1Jul/18

Praktische Heiligung – Teil 9

Übersetzung des Buches von C.J. Ryle „Holiness“

DER KAMPF – Teil 2

Echtes Christentum ist der Glaubenskampf schlechthin

In diesem Sinne ist die christliche Kriegsführung etwas völlig Anderes als die Konflikte dieser Welt. Es kommt dabei nicht auf einen starken Arm an, ein schnelles Auge oder einen flinken Fuß. Dieser Kampf wird nicht mit materiellen Waffen geführt, sondern mit geistlichen. Der Glaube ist das Scharnier, um den sich der Sieg dreht. Der Erfolg hängt somit einzig und allein vom Glauben ab. Das grundsätzliche Vertrauen auf die biblische Wahrheit bildet da erst einmal die Basis für den Charakter des christlichen Streiters. Der Glaube macht sein Wesen aus, bestimmt seine Handlungen, sein Denken und sein Verhalten.

Hebräerbrief Kapitel 11, Verse 5-6

5 Durch Glauben (wegen seines Glaubens) wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sähe, und »er war (auf Erden) nicht mehr zu finden, weil Gott ihn entrückt hatte« (1.Mose 5,24); denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gottes Wohlgefallen besessen habe. 6 Ohne Glauben aber kann man (Gott) unmöglich wohlgefallen; denn wer sich Gott nahen will, muss glauben, dass es einen Gott gibt und dass Er denen, die Ihn suchen, ihren Lohn zukommen lässt.

Heute nehmen viele Menschen gerne eine Religion ohne Lehre und ohne Dogma an. Zunächst klingt sie sehr angenehm. Aus der Ferne betrachtet sieht sie auch sehr schön aus. Aber in dem Moment, wo wir uns hinsetzen und sie aus der Nähe betrachten, stellen wir fest, dass sie einfach ein Ding der Unmöglichkeit ist. Da könnten wir genauso von einem Körper ohne Knochen und Sehnen sprechen. Kein Mensch wird jemals innerhalb einer Religion etwas tun oder sein, wenn er dabei nicht an irgendetwas glaubt. Selbst diejenigen, die sich zu den erbärmlichen und unbequemen Sichtweisen des Deismus bekennen, fühlen sich dazu verpflichtet, zuzugeben dass sie an etwas glauben. Bei all ihren bitteren Spötteleien gegen die „dogmatische Theologie“ und die „christliche Gutgläubigkeit“, wie sie das wahre Christentum nennen, haben sie aber selbst eine Art von Glauben.

Für die wahren Christen ist der Glaube das Rückgrat ihrer geistlichen Existenz. Keiner von ihnen kämpft ernsthaft gegen die Welt, das Fleisch und Satan, wenn er nicht tief in seinem Herzen mit fester Überzeugung an die biblischen Grundsätze glaubt. Er kann es kaum in Worten ausdrücken, was sie für ihn persönlich bedeuten, aber sie sind dort vorhanden, und sie bilden – ob es ihm nun bewusst ist oder nicht – die Wurzeln seines geistlichen Lebens. Wo auch immer Du einen Menschen siehst, ob reich oder arm, gebildet oder ungebildet, der standhaft mit der Sünde kämpft und versucht, sie zu überwinden, kannst Du mit Sicherheit davon ausgehen, dass er an bestimmte große Prinzipien glaubt. Der Dichter, der folgende Zeilen geschrieben hat, war sicher ein kluger Mensch, aber ein armseliger Theologe:

„Für Glaubensdinge mögen gnadenlose Zeloten kämpfen. Aber derjenige kann nichts Falsches tun, dessen Leben in Ordnung ist.“

Es gibt so etwas wie „ein gerechtes Leben“ nicht, wenn man keinen Glauben hat.

Der besondere Glaube an die Person unseres HERRN Jesus Christus, an Sein Werk und Seine Mission stellt das Leben, das Herzstück und den Hauptbrunnen des Charakters des christlichen Streiters dar. Durch seinen Glauben erkennt er einen unsichtbaren Erlöser, Der ihn liebt, Sich Selbst für ihn hingegeben hat, den Preis für seine Schulden bezahlt, seine Sünden und Verfehlungen getragen hat, für ihn auferstanden ist und Der für ihn im Himmel als sein Anwalt zur Rechten des himmlischen Vaters sitzt. Er sieht Jesus Christus und hängt an Ihm. Er vertraut Ihm. Und deshalb spürt er Frieden und Hoffnung in sich und ist wegen alledem dazu bereit, gegen die Feinde seiner Seele zu kämpfen.

Er könnte völlig verzweifeln, wenn er lediglich schauen würde auf:

  • Seine vielen eigenen Sünden
  • Sein schwaches Herz
  • Die verführerische Welt
  • Den eifrigen Satan

Aber er sieht auch seinen mächtigen, vermittelnden, mitfühlenden Erlöser, schaut auf Sein Blut, Seine Gerechtigkeit, Seine immerwährende Priesterschaft, und er glaubt, dass er dies alles für sich in Anspruch nehmen kann. Er setzt alles auf Jesus Christus und fühlt sich von Ihm zum Kämpfen ermutigt und sagt sich wie Paulus in:

Römerbrief Kapitel 8, Vers 37

Nein, in dem allem (in all diesen Nöten) siegen wir weitaus (überlegen) durch Den, Der uns geliebt hat.

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Heiligung