Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

27Mai/20

Was das wahre christliche Leben ausmacht – Teil 49

Quelle:

Dr. Albrecht Kellner – Künstliche Intelligenz, Robotik und die Zukunft der Menschheit – Teil 1

Mein Name ist Albrecht Kellner, und ich bin Physiker und war stellvertretender technischer Direktor der internationalen Raumfahrt-Firma „Astrium Space Transportation“. Heute heißt sie Airbus_Defence_and_Space. Jetzt bin ich im Ruhestand und halte überall in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz Vorträge über einige grundlegende Fragen des Lebens.

Dieser Vortrag hier hat mir besonders viel Spaß bei der Erstellung gemacht. Denn in der Firma war ich auch zuständig für Künstliche Intelligenz, Robotik und autonome Systeme.

1. Kapitel: Aufbau von Robotern und Mensch im Vergleich zueinander

Im Folgenden werde ich nur humanoide Roboter betrachten, also nicht diese Industrie-Roboter, welche Autos zusammenbauen, sondern Haushalte-Roboter, Pflege-Roboter, Service-Roboter in Krankenhäusern usw.

Sensor-motorische Systeme: Die „Hardware“

Zunächst einmal ist sowohl ein Roboter als auch ein Mensch ein sensor-motorisches System und zwar mit Hilfe von Hardware. Um das ein bisschen genauer zu erläutern, möchte ich erklären, dass man zunächst die Sensoren hat. Im Fall des Roboters ist das etwa ein CCD-Sensor, eingesetzt in einer Kamera. Das Pendant beim Menschen wäre das Auge. Wir Menschen haben natürlich eine ganze Menge anderer Sensoren, aber auf die werde ich hier nicht näher eingehen.

Nun kommen wir zu der Motorik. Im Falle des Roboters handelt es sich um Antriebssysteme, welche dessen Arme und Beine bewegen, sofern er welche hat. Im Falle des Menschen haben wir die Muskeln. Ganz wichtig ist, dass es Mikroprozessoren gibt zur Verknüpfung von Sensoren und Motoren, welche die sensorischen Inputs in motorische Befehle umwandeln.

Beispiel: Ich sehe ein Auto auf mich zu rasen. Ich erfasse das mit meinem optischen Sensor, dem Auge, und erzeuge den Befehl an meine Beine, schleunigst davon zu springen. Das ist mit der Sensormotorik gemeint.

Das Wort „Hardware“ in der Überschrift steht deshalb in Anführungszeichen; denn im Falle des Menschen ist sie alles Andere als hart, sondern dabei handelt es sich eher um eine wacklige Masse, aber funktionsmäßig ist sie durchaus mit Computer-Hardware vergleichbar. Ohne Information funktioniert diese Hardware nicht. Wir müssen ja den Roboter zu einem intelligenten System, dem Menschen ähnlich machen. Und das geht nur durch Software, also durch Information. Ohne Software kann der Roboter nichts machen, und ohne Information vermag der Mensch ebenfalls nichts zu tun.

Wie sieht diese Software aus? Zunächst einmal hat man beim Roboter die Typ-Festlegung, das heißt, hierbei wird das Ziel oder die Aufgabe des Roboters und sein Handlungsrahmen festgelegt.

Beispiel: Die Aufgabe des Roboters soll sein, dass er seinem Herrchen immer mal wieder eine Flasche Bier bringt. Der Handlungsrahmen könnte dann so aussehen: „Tu das, aber ohne dass du irgendwo auf dem Weg zu dieser Flasche Bier mit Gegenständen kollidierst.“ Dazu gibt es das so genannte Interaktionsmodul. Das ist ganz wichtig, denn darin ist die eigentliche Intelligenz enthalten. Da haben wir zunächst die Funktion der Interpretation. Da liefert diese CCD-Kamera ja eigentlich zunächst nur einfach elektrische Ströme, und die müssen jetzt in dem Sinne interpretiert werden, was sie sieht. Nun gilt es ja, die Flasche Bier zu finden. Das ist für die Bildverarbeitung eine ganz komplizierte Aufgabe. Wenn schließlich die Flasche Bier identifiziert ist, dann gibt es natürlich mehrere Wege um die verschiedenen Hindernisse herum dorthin. Der Roboter muss die Alternativen simulieren und sich dann die geeignetste aussuchen und zu einer Entscheidung kommen. Das Ganze hängt von der Typ-Definition ab. Dieser Handlungsrahmen sagt ihm: „Hol die Flasche Bier, aber ohne Kollision mit irgendwelchen Objekten“.

Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren wichtigen Aspekt bei dem Roboter. Dabei handelt es sich um ein Erinnerungsvermögen, in welchem Wissen gespeichert ist. Da gibt es:

  • Wissen, das ab Werk schon vorprogrammiert
  • Geteachtes (gelehrtes) Wissen
  • Gelerntes Wissen, zumindest ein Teilaspekt von gelerntem Wissen

Das funktioniert folgendermaßen: Der Roboter simuliert also unterschiedliche Alternativen, um jetzt zu der Flasche Bier zu kommen. Dann fällt er eine Entscheidung für den optimalen Weg dorthin. Diese speichert er ab, und wenn er später in die gleiche Situation kommt, wobei sich die Flasche Bier an demselben Ort befindet, überprüft er nicht mehr die verschiedenen Alternativen, sondern greift gleich auf dieses bereits erlangte Wissen zurück und hat sofort die Lösung parat. Auf diese Weise wird der Roboter immer effizienter. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt.

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Glaube