Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

26Jan/18

Die Brautgemeinde von Jesus Christus – Teil 12

Übersetzung des Buches „The Body Style – The Church as described by Jesus“ (Der Stil des Leibes - Die Gemeinde wie sie von Jesus Christus beschrieben wird) von Gayle D. Erwin

Dein Nächster

Die religiösen Führer lehrten in ihrer Verachtung für die Samariter, dass diese geringer seien als Menschen und von daher mit Sicherheit nicht ihre Nachbarn wären. Der Nationalismus formte die Aktionen in Israel mehr als Gottes Gebote. Aus diesem Grund richtete sich die Lehre von Jesus Christus, die wir „der barmherzige Samariter“ nennen, nicht nur an die engstirnigen religiösen Führer von damals, sondern sie ist heute auch noch für das Wesen Seiner Gemeinde von großer Bedeutung.

Lukas Kapitel 10, Verse 25-37

25 Da trat ein Gesetzeslehrer auf, um Ihn zu versuchen, und fragte: »Meister, was muss ich tun, um ewiges Leben zu ererben?« 26 Jesus erwiderte ihm: »Was steht im Gesetz geschrieben? Wie lauten da die Worte?« 27 Er gab zur Antwort: »Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit aller deiner Kraft und mit deinem ganzen Denken« (5.Mose 6,5) und »deinen Nächsten wie dich selbst« (3.Mose 19,18). 28 Jesus sagte zu ihm: »Du hast richtig geantwortet; tu das, so wirst du leben!«

29 Jener wollte sich aber rechtfertigen und sagte zu Jesus: »Ja, wer ist denn mein Nächster?« 30 Da erwiderte Jesus: »Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel Räubern in die Hände; die plünderten ihn aus, schlugen ihn blutig, ließen ihn halbtot liegen und gingen davon. 31 Zufällig kam ein Priester jene Straße hinabgezogen und sah ihn liegen, ging aber vorüber. 32 Ebenso kam auch ein Levit an die Stelle und sah ihn, ging aber vorüber. 33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam in seine Nähe, und als er ihn sah, fühlte er Mitleid mit ihm; 34 er trat an ihn heran und verband ihm die Wunden, wobei er Öl und Wein darauf goss; dann setzte er ihn auf sein Maultier, brachte ihn in eine Herberge und verpflegte ihn.

35 Am folgenden Morgen holte er zwei Denare heraus (aus seinem Beutel), gab sie dem Wirt und sagte: ›Verpflege ihn, und was es dich etwa mehr kostet, will ich dir bei meiner Rückkehr ersetzen.‹ 36 Wer von diesen Dreien hat sich nun nach deiner Ansicht dem unter die Räuber Gefallenen als Nächster erwiesen?« 37 Jener antwortete: »Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat.« Da sagte Jesus zu ihm: »So gehe hin und handle du ebenso!«

Der Fragesteller, ein Experte, was das mosaische Gesetz anbelangte, welcher der Auslöser für diese Geschichte war, kannte die korrekte Theologie zwar sehr gut, besaß allerdings nicht genug Erkenntnis über das Reich Gottes. Also konfrontierte Jesus Christus diesen Religionsführer mit dessen Engstirnigkeit, indem Er eine Geschichte erzählte, die alle Anwesenden verstanden.

Nichts sagt mehr über den Zustand dieser Welt aus als eine Person, die nach Jericho herabzog und in die Hände von Räubern gelangte, die ihn auszogen, schlugen und halbtot liegen ließen. Jeder von uns hat irgendwann einmal in seinem Leben das Gefühl, in die Hände von Räubern und Dieben gefallen zu sein. So ist es nun einmal in dieser gefallenen Welt. Da zählt nur noch die Frage: „Wer wird in solch einer Situation helfen?“

Schnell sehen wir, dass der religiöse Führer, der Priester, an dem Verletzten vorüberging, viel zu beschäftigt, um zu helfen und zu sehr darum bemüht, keinen Körper zu berühren, der vielleicht tot sein könnte, damit er sich ja nicht verunreinigte. Deshalb ging er weiter, um seinen Verpflichtungen nachzukommen.

Direkt hinter ihm kam der Levit, der religiöse Bürokrat. Obwohl er dem Volk näher war als der Priester, gehörte Hilfe zu leisten nicht zu seiner Arbeitsbeschreibung. Er beeilte sich, um in den Tempel zu kommen und war froh darüber, dass seine Aufgaben dort sauberer waren, als sich um halbtote Menschen zu kümmern.

Ah, jetzt wird es spannend. Nun kam ein Samariter und hatte Mitleid mit dem Verletzten. Was für ein Schlag für den jüdischen Nationalstolz! Da zeigte sich ein Samariter barmherzig! Und nicht nur das, er fing sofort damit an, den Fürsorge- und Heilungsprozess einzuleiten. Es scheint beinahe so, als hätte er alles dabei gehabt, um einen Ausgeraubten und Niedergeschlagenen zu versorgen. Von wem sonst hätte Jesus Christus in dieser Geschichte sprechen können als von Sich Selbst? ER stellte Sich als der Verhasste, aber dennoch Barmherzige dar.

Nachdem der Samariter dem Verletzten Erste Hilfe geleistet hatte, brachte er ihn in eine Herberge, wo der Heilungsprozess stattfinden konnte. Er bezahlte bereitwillig für die Unterbringung des Patienten und wollte auch die Kosten für alles Andere bei seiner Rückkehr übernehmen. Was Anderes kann diese Herberge und der Herbergsleiter sein als die Gemeinde von Jesus Christus?

Nur Jesus Christus kann retten und heilen. Doch Er überlässt den Wiederherstellungs- und den Belehrungsprozess uns, wobei Er uns eine Belohnung verspricht, wenn Er wiederkommt. Genauso wie der Herbergsleiter sich darauf verließ, dass der Samariter bei seiner Rückkehr die Rechnung begleichen würde, so vertrauen wir darauf, dass Jesus Christus wiederkommt und Sein Wort hält.

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Erlösung