Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

Antichrist

Der falsche Erlöser

Genau in diesem Augenblick lebt der Antichrist mit großer Sicherheit schon auf dieser Welt und wartet, dass das Stichwort für seinen Auftritt fällt. Dabei hat er möglicherweise selbst gar keine Vorstellung von der entscheidenden Rolle, die Satan ihm eines Tages unerwartet und plötzlich aufzwingen wird.

Wer immer er ist, und wo immer er sich auch derzeit aufhalten mag – eine Leidenschaft beherrscht schon jetzt diesen bemerkenswerten Menschen: Die Gier nach Macht. Aber das hat keinen Einfluss darauf, dass sein öffentliches Auftreten von

  • Freundlichkeit
  • Besonnenheit
  • Integrität
  • Prinzipientreue

gekennzeichnet ist. Er wird kaum von der heute in unserer Gesellschaft gängigen Moral abweichen und durch besondere Bosheit auffallen. Möglicherweise ist er noch bis zu diesem Augenblick davon überzeugt, dass seine Motive insgesamt rein und uneigennützig sind.

Dieser bemerkenswerte Mann ist geradezu besessen von dem Drang, das Außergewöhnliche zu vollbringen; und so werden mit seine besten Eigenschaften allmählich verdrängt,und es wird statt dessen sein besonderes Charisma entzündet, das ihn zu Satans erwähltem Messias für die Weltherrschaft macht. Der Antichrist wird so sehr von der Vision, die Welt zu beherrschen und zu retten, getrieben sein, dass ihm kein Preis zu hoch sein wird – nicht einmal satanische Besessenheit -, um sich einen Namen zu machen und in die Geschichte einzugehen. So ist es vorausgesagt worden, und so wird es geschehen.

Antichrist! Es wird von ihm viel geschrieben, und unsere Vorstellung wird meist nur dahingehend beeinflusst, dass wir bei dem Wort sofort an eine finstere Gestalt denken, die die Bosheit in Person ist. Aber solche Hollywood-Karikaturen kommen dem wahren Antichristen nur zupass, denn der Verdacht wird so nicht auf den fallen, dessen bewunderte Eigenschaften so vollständig seine finsteren Absichten verbergen. Wenn die Zeit seiner Machtergreifung gekommen ist – es wird mitten in einer unvorhergesehenen Weltkrise sein – wird er als Welterlöser euphorisch begrüßt werden.

Der Apostel Paulus räumt mit allen falschen Vorstellungen auf, die weit verbreitet sind und nennt uns die erschreckenden Tatsachen:

2.Korinther Kapitel 11, Verse 14-15:

Und es ist auch kein Wunder, denn selbst der Satan verwandelt sich in seiner Gestalt in einen Engel des Lichts. Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich in ihrer Gestalt als Diener der Gerechtigkeit verwandeln, deren Ende wird sein gemäß ihren Werken.

Da der Antichrist aber auch kein gewöhnlicher Diener Satans ist, können wir sicher sein, dass er als ein leuchtender „Engel des Lichts“ auftreten wird.

Die griechische Vorsilbe „Anti-„ bedeutet zwar im Allgemeinen „gegen“ oder „im Gegensatz zu“, doch sie kann ebenso auch „an Stelle von“ oder „als Ersatz für“ bedeuten. Der Antichrist wird beides verkörpern. Er wird sich Jesus entgegenstellen und gleichzeitig vorgeben, der Messias selbst zu sein. Diese Maskerade ist umso leichter in unserer heutigen Gesellschaft anzuleiern, als sich der Unterschied zwischen Gut und Böse bis zur Unkenntlichkeit verwischt hat und selbst die erlauchtesten Universitäten die Vorstellungen einer absoluten Moral aus ihrem Denken verbannt haben.

Die Gesellschaft ist einer sehr behutsamen Vorbereitung auf die Ankunft des satanischen Messias unterzogen worden, und im gegenwärtigen Stadium der Weltgeschichte ist eine Generation herangewachsen, die so pervertiert ist, dass sie ohne Weiteres den Antichristen für den Messias halten wird. Im Namen der persönlichen Freiheit und des Rechts auf freie Entfaltung hat unser Land (Amerika), das zu den gesegnetsten zählt,

  • seine Ungeborenen zu grausamstem Tod verurteilt
  • die Heiligung der Ehe zum Gespött gemacht
  • sich mit Darbietungen, die Sadismus, Satanismus und Perversionen zum Thema haben, unterhalten
  • Millionen seiner Jugendlichen durch Drogen zerstört
  • die Städte mit Mord und Totschlag überzogen
  • den Planeten Erde vergiftet

Die Bosheit wird nun bald reif zur Ernte sein.

Diejenigen, die sich heute „Christen“ nennen, sind verglichen mit der Generation vor 50 Jahren biblische Analphabeten. Dies gilt besonders für die Prophetie der Schrift.

Antichrist? Viele nehmen ihn so ernst wie den Weihnachtsmann oder die Knusperhexe. Alles, was man von ihm weiß, hat man aus Horrorfilmen mit ihren reißerischen Darstellungen ohne Realitätsbezug. Aber die Wahrheit ist noch viel erschreckender, auch wenn die Welt anfangs meinen wird, unter der schillernden Persönlichkeit eines wohlmeinenden Weltführers in ein goldenes Zeitalter von Frieden und Wohlstand eingetreten zu sein.

Jesus hat uns vor den vielen gewarnt, die kommen und von sich behaupten würden, sie seien der Messias. Diese zahlreichen untergeordneten Antichristen, die, wie der Apostel in 1.Johannesbrief Kapitel 2, Vers 18 erklärt, bereits auf der Welt waren und sind, werden dem wahren Antichristen, der in den „letzten Tagen“ auftreten wird, den Weg bereiten:

Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, sind auch jetzt viele Antichristusse aufgetreten, woran wir erkennen, dass es die letzte Stunde ist.

Und das ist dann der letzte große Betrug: Satan gibt sich für Gott aus, und der Antichrist maskiert sich als der wahre Messias. Das ist ein Szenario, das sich sehr von den Erwartungen der meisten Menschen unterscheidet. Wenn sie überhaupt an einen wirklich existierenden Antichristen zu glauben, dann erwarten sie ein für jedermann erkennbares Monster. Tatsache ist aber, dass er das ähnlichste Abbild Christi sein wird, das Satan zustande bringt. Die Welt wird von seiner dreisten Maskerade so eingenommen sein, dass sie ihm als ihrem Erlöser zujubeln wird.

Es leuchtet natürlich ein, dass erst bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, bevor solch ein schwer vorstellbares Szenario Wahrheit werden kann. Zunächst einmal müssen die abgefallenen „Christen“ der letzten Tage derart korrupt geworden sein, dass sie der Lehre Christi einerseits deutlich zuwiderhandeln, aber gleichzeitig so tun, als seien sie ihr vollkommen treu. Satans Lüge muss als Gottes Wahrheit geehrt werden, ohne dass diese Christen, ob korrupt oder betrogen, überhaupt mitbekommen, dass dieser grundlegende Wandel schon stattgefunden hat. Und außerdem muss diese Verkehrung der Werte aus den Reihen dieser „Christen“ selbst hervorgegangen sein, noch bevor der Antichrist selbst auf den Plan tritt.

Genau das muss Paulus gemeint haben, als er warnte:

„Lasst euch von niemand auf irgendeine Weise verführen, denn der Tag der Entrückung kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall vom Glauben gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit (der Antichrist) geoffenbart worden ist; der Sohn des Verderbens“ (2.Thessalonicher Kapitel 2, Vers 3).

Auch wenn bei dem Wort „Abfall“ an den allgemeinen moralischen Verfall zu denken ist, der alle Lebensbereiche umfassen wird, so ist damit doch in erster Linie die Abkehr von der Wahrheit des Gotteswortes gemeint. Die gesunde Lehre wird verachtet werden.

Als Seine Jünger Jesus fragten, was typisch sei für die letzten Tage vor Seiner Wiederkehr, erklärte Er, dass es eine Zeit des größten religiösen Betrugs sein werde, den die Welt bis dahin noch nicht gesehen habe und niemals wieder sehen werde. Diesen Bemerkungen stellte Er die ernste Warnung voran:

„Seht zu, dass euch niemand verführe!“ (Matthäus Kapitel 24, Vers 4)

Matthäus Kapitel 24, Verse 5, 11 und 24

Denn viele werden in Meinem Namen sagen: „Ich bin der Messias“ und sie werden viele verführen. Viele falsche Propheten werden aufstehen und viele verführen. Denn es werden falsche Messiase und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder wirken, so dass sie auch die Auserwählten verführten, wenn dies möglich wäre.

Jeder, der diese Warnung ernst nimmt, wird nicht dem Geist der letzten Tage erliegen. Wie Gott, der über die rebellische Welt weint und Sein Gericht hinauszögert, um den Menschen Zeit zur Umkehr zu geben, so werden auch diese Menschen leidenschaftlich bemüht sein, der Welt Seine Wahrheit zu bringen. Jeder, der Gott mehr lieb hat als diese Welt und dem Gottes Bewertung des eigenen Lebens mehr bedeutet als die ständig wechselnde Meinung anderer Menschen, wird vor der großen Irreführung verschont bleiben, die die Welt heimsuchen wird. Wer Gott fürchtet und Sein Wort hält, fürchtet nicht, was andere über ihn sagen oder ihm antun.

Trotz der überall aufflackernden Feindseligkeiten und trotz ernst zu nehmender politischer Konflikte war die Hoffnung auf den großen Frieden niemals so realistisch wie gegenwärtig. Schon in wenigen Jahren wird man erleben, dass die Menschheit sich zusammentut, um die Bedrohung großer Kriege von diesem Planeten zu verbannen. Den Weltfrieden wird man erreicht haben. Doch gerade das – so sonderbar es auch klingen mag – ist das Schlimmste, was passieren kann.

Wahre Prophetie verbreitet keineswegs nur Weltuntergangsstimmung, sondern bietet gerade denen, die die „Zeichen der Zeit“ zu deuten vermögen und bereit sind, zu glauben und danach zu handeln, eine einmalige Gelegenheit zu vertieften Einsichten.

Wenn sie sagen: „Friede und Sicherheit!“

Wenn man bedenkt, welche spektakulären Fortschritte der Mensch auf fast allen Gebieten gemacht hat, dann fragt man sich schon, warum er noch kein Rezept für den Weltfrieden gefunden hat. Was für eine großartige Welt könnten Wissenschaft und Technologie hervorbringen, wenn das schändliche Vernichten von Menschen, Tieren, Pflanzen und Gütern endlich aufhören würde und man die Milliardenbeträge für Rüstungsgüter sinnvolleren Zwecken zuführen könnte! Die Nationen dieser Welt werden möglicherweise schon bald einen noch nie dagewesenen globalen Frieden herstellen können. Wir sind uns da ganz sicher, denn die Bibel hat schon vor Tausenden von Jahren vorausgesagt, dass es so in den „letzten Tagen“ geschehen werde.

Aber nicht mit Freude, sondern mit Sorge sehen wir dieser Friedenszeit entgegen, denn die Propheten verkündeten, dass sie der Vorbote eines Infernos ist, welches das Überleben der Menschheit auf diesem Planeten in höchste Gefahr bringt. Warum das? Die Antwort auf diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Sie sagt zwei weltweite Friedensperioden voraus:

  1. Die erste wird sich unter dem Antichristen einstellen.
  2. Die zweite bei der Wiederkunft Jesu Christi in Macht und Herrlichkeit, wenn Er auf den Planeten zurückkehrt, auf dem Er so grausam verworfen und gekreuzigt wurde.

Die kriegsmüden Einwohner der Erde werden diese erste Friedensperiode euphorisch begrüßen und überzeugt sein, dass das Tausendjährige Friedensreich Christi angebrochen sei. Und für eine Zeit wird es auch so aussehen, als seien die ökonomischen, sozialen und ökologischen Probleme der Welt gelöst. Doch das wird sich als große Täuschung herausstellen. Die biblischen Propheten mahnen, dass dieser falsche Friede direkt in die große Trübsal führen wird, nachdem Jesus Seine Brautgemeinde bei der „Entrückung“ zu sich genommen hat. Und sieben Jahre nach Beginn der Trübsalzeit wird alles im zerstörerischsten Krieg der Weltgeschichte gipfeln. Es wird Harmagedon sein! In dieser Vorahnung schreibt Paulus:

1.Thessalonicher Kapitel 5, Vers 3:

Wenn sie sagen: „Friede und Sicherheit“, tritt plötzliches Verderben an sie heran wie die Geburtswehe einer Schwangeren, und sie werden nicht davor fliehen können.

Aber es kann gar nicht anders kommen, denn die Obersten der Welt führen ihre Verhandlungen untereinander ohne die entscheidende Rolle zu berücksichtigen, die dem Friedefürst Jesus Christus zufällt. Wenn es der Welt gelänge, durch eigene Anstrengungen einen gerechten und dauerhaften Frieden zu errichten, dann würde das die Bibel widerlegen, die verkündet, wahrer Friede könne nur durch den auf Erden regierenden Christus hergestellt werden. Deshalb sind alle menschlichen Versuche letztendlich zum Scheitern verurteilt.

Wollen wir damit sagen, dass die führenden Politiker der Welt erst gar nicht versuchen sollten, den Weltfrieden zu erreichen? Sie müssen es natürlich versuchen! Aber alle, die keine wiedergeborenen Christen sind, erkennen nicht die Vergeblichkeit ihrer Anstrengungen, und so sind sie geradezu gezwungen, alles daranzusetzen, diesen Frieden zu erreichen.

Auch wiedergeborene Christen sind aufgerufen, sich für den Weltfrieden einzusetzen. Gleichzeitig ist es aber ihre Aufgabe, dem Rest der Welt klar und mit allem Ernst zu verkündigen, dass die einzige Hoffnung auf den Weltfrieden die Umkehr ist und das Eingeständnis, die Gesetze Gottes übertreten zu haben. Dazu muss Jesus Christus als der Erlöser angenommen werden, der für die Sünden der Welt gestorben ist. Und schließlich will Er gebeten sein, auf diese Erde zurückzukehren, um zu herrschen. Und wir sind ja tatsächlich berufen, von der Wahrheit in Liebe zu zeugen, ganz gleich, wie die Zuhörer darauf reagieren!

Die Bibel äußert sich  unmissverständlich:

Jesaja Kapitel 57, Vers 21:

„Kein Friede den Frevlern!“, spricht mein Gott.

Solange der Mensch nicht Buße tut für seine Sünden und sich mit Gott versöhnt, solange kann es auch keinen echten Frieden auf der Erde geben. Die Engel kündigten die Geburt Jesu mit folgenden Worten an:

Lukas Kapitel 2, Vers 14:

„Herrlichkeit Gott in der Höhe und Frieden auf Erden unter den Menschen, die Gott wohlgefällig sind!“

Der Friedefürst ist der, durch den Gottes Friedensreich errichtet wird.

Jesaja Kapitel 9, Verse 6-7:

Auf dass die Herrschaft zunehme und des Friedens kein Ende sei auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es aufzurichten und zu stützen durch Gebühr und Recht von nun bis auf ewig. Der Eifer des Ewigen der Heerscharen tut es. Der HERR entsendet ein Wort zu Jakob, und es kommt auf Israel herab.

Einen anderen Weg gibt es nicht.

Petrus erklärte den ersten bekehrten Heiden nach der Auferstehung, es sei durch Jesus Christus der Friede zu predigen:

Apostelgeschichte Kapitel 10, Vers 36:

ER hat den Söhnen Israels das Wort gesandt, damit sie Frieden durch Jesus Christus, der der HERR über alles ist, verkündigen sollen.

Paulus schreibt, dass dieser Friede „den Fernen“ (den Heiden) und „den Nahen“ (den Juden) zu verkündigen sei:

Epheser Kapitel 2, Vers 17:

ER ist gekommen und hat euch, den Nahen und den Fernen Frieden verkündet.

und dass dieser Friede nur deshalb überhaupt möglich sei, weil Christus für die Sünden der Welt gestorben ist:

Kolosser Kapitel 1, Vers 20:

Und durch IHN wird alles zu IHM hin versöhnt, denn ER hat durch Sein Blut Frieden gemacht, durch Sein Blut am Kreuz, dadurch ist alles auf der Erde und in den Himmeln versöhnt.

Von der tausendjährigen Herrschaft auf Erden sagt die Bibel:

Psalm 85, Vers 11:

Huld und Treue begegnen sich, Heil und Frieden küssen sich.

Es kann keinen wirklichen Frieden geben, ohne dass Barmherzigkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit triumphiert haben.

Es ist die Pflicht jedes christlichen Politikers, sei er Präsident, Botschafter oder sonst ein Vertreter des öffentlichen Lebens, der Welt klar vor Augen zu halten, dass alle menschlichen Anstrengungen, den Frieden herzustellen, umsonst sind, wenn Jesus Christus nicht auf diese Erde zurückgebeten wird, um in den Herzen der Menschen und über alle Nationen zu herrschen.

Der Schöpfer des Universums und des Menschen, der fünf Mal im Neuen Testament „Gott des Friedens“ genannt wird, hat einen Friedensplan für den Planeten Erde – einen Plan, der genau dadurch geringschätzig abgetan wird, dass man einen humanistischen Frieden (einen Frieden, der einzig und allein auf den Menschen bezogen ist), zu etablieren versucht. Und gerade das kommt dem Antichristen sehr gelegen, denn an ihm führt kein Weg mehr vorbei, wenn der wahre Friedefürst vom Menschen nicht mehr eingeplant ist. Als Jesus die Führer Israels wegen ihrer Herzenshärte anklagte, sprach Er von den Konsequenzen, wenn sie Ihn als Israels Messias ablehnen würden. Es sei eine Ablehnung, der sich die ganze restliche Welt eines Tages anschließen werde:

Johannes Kapitel 5, Vers 43:

ICH BIN im Namen Meines Vaters gekommen und ihr nehmt Mich nicht an. Wenn ein anderer im eigenen Namen auftritt, den werdet ihr annehmen.

Vor diesem Scharlatan, dem Antichristen, warnte schon der Prophet Daniel:

Daniel Kapitel 8, Vers 25:

Wegen seiner Klugheit und deswegen, weil er Glück hat, kann er mit Betrug handeln. In seinem Herzen tut er groß. Und mitten im Frieden wird er viele verderben, und er wird sich gegen den Fürsten der Fürsten erheben, aber er wird von IHM so zertrümmert werden, dass er keinerlei Macht mehr besitzt.

Angesichts der biblischen Prophetien ist Besonnenheit angebracht. Wir dürfen es nicht versäumen, die Schrift bei der Bewertung all der Ereignisse als Leitfaden zu benutzen. Und wenn wir Gottes Wort ernst nehmen, wird uns klar werden, dass das, was wir in letzter Zeit miterleben mussten, nicht mit der Lösung aller Menschheitsprobleme enden wird, sondern in der größten Katastrophe unserer Geschichte. Wenn biblische Prophetie über die „letzten Tage“ wirklich von Gott inspiriert ist, dann muss irgendwann einmal die Zeit kommen, dass das, was vorausgesagt und niedergeschrieben ist, auch die Entwicklungen der Gegenwart beschreibt.

Rufen wir in uns die unerfreuliche und quälende Erinnerung an einen Mann wach, der fast der Antichrist hätte werden können, weil er die Welt mit seinen Friedensversprechungen hinters Licht führte: Es war Adolf Hitler.

Thomas Jones, der fast ein Viertel Jahrhundert in Whitehall ein- und ausging, schrieb in sein Tagebuch: „Alle möglichen Leute, die Hitler begegnet sind, sind davon überzeugt, dass er ein Friedensfaktor ist. Er sucht nicht den Krieg, sondern Freundschaft.“

Lloyd George, der eine Stunde lang hinter verschlossenen Türen mit Hitler geredet hatte, trat vor die Presse und verkündete, er sehe in ihm den „größten lebenden Deutschen“. Und ein Jahr später schrieb er: „Ich wünschte, wir hätten einen Mann seines Formats als politischen Kopf in unserem Land heute.“

Die Ziele der Nazis fanden selbst bei anglikanischen Geistlichen Beifall. Einige davon bekundeten „ihre grenzenlose Bewunderung für die moralischen und ethischen Aspekte des nationalsozialistischen Programms, für die klare Stellung zu Religion und Christentum und für die ethischen Prinzipien der Bewegung.“

Sir John Simon, Seiner Majestät Außenminister von 1931 bis 1935 sah in Hitler nicht Arroganz, sondern „einen eher zurückhaltenden und schüchternen Mann, der sich wenig an westeuropäischen Angelegenheiten interessiert zeigte.“ King George gegenüber beschrieb er ihn später als „eine österreichische Johanna von Orlean mit einem Schnurrbart.“

Arnold Tynbee, der genauso vom Reichskanzler gebannt war, erklärte, dass er von Hitlers ernsthaftem Streben nach Frieden in Europa und nach enger Freundschaft mit England überzeugt sei.

Winston Churchill ließ sich von Hitler nicht täuschen, doch er stand mit seiner Warnung an die Welt fast gänzlich allein, die wahren Absichten des Führers würden Europa mit Krieg überziehen. Bei dem ungehinderten Blick, den wir jetzt zurücktun können, scheint es unglaublich, dass die Spitzenpolitiker jener Tage fast einhellig diesen irrationalen Halbgott priesen, der Deutschlands Führer geworden war und gemeinsam zuversichtlich waren, dass der Frieden gesichert sei. Das Betrugsmanöver gelang nahezu perfekt. Doch der Held, den jedermann pries, war ein vom Größenwahn Besessener, der eines Tages als das unmenschlichste Ungeheuer in die Geschichte eingehen würde. Das Schlimme daran ist vor allem, dass dieser Mann von Anfang an seine üblen Absichten nicht verborgen hatte; und trotzdem erkannte niemand die harte Wahrheit.

Leider ist es fast unmöglich, in der Politik die Wahrheit auszumachen. Umso wichtiger ist es aber, herauszubekommen, was die Bibel sagt. Es war wohl niemals so wichtig wie heute, Gott um Weisheit zu bitten und um Einsicht zu ringen, dass wir verstehen, was Sein Wort für unsere Zeit vorausgesagt hat. Es wird wahrscheinlich gar nicht mehr lange dauern, bis der Antichrist offenbar wird und Jesus zum zweiten Mal kommt.

Wie sich biblische Prophetie in unserer Zeit erfüllt

Die Tatsache, dass sich die bereits erfüllten Prophetien der Bibel als akkurat erwiesen haben, ist Grund genug, auch die Zuverlässigkeit ihrer Prophetien für die Zukunft anzunehmen

Wenn jemand etwas gegen die Bibel vorbringt, so verweise man auf die darin erwähnten Könige. Es werden 29 Könige von

  • Ägypten
  • Israel
  • Moab
  • Damaskus
  • Tyrus
  • Babylon
  • Assyrien
  • Persien

erwähnt und 10 verschiedene Länder, die mit diesen in Beziehung standen. Sie alle werden in der Bibel und auf jenen Monumenten, die von den Archäologen ausgegraben wurden erwähnt. Jeder von ihnen hat in der Bibel seinen richtigen Namen, wird mit dem richtigen Land genannt und erscheint in der richtigen chronologischen Reihenfolge. Muss man noch mehr sagen?

Eine wichtige Prophetie für die Endzeit hat sich schon erfüllt: Die wundersame Wiedergeburt Israels. Sie überstieg unsere kühnsten Träume. Während der heute (2006) seither vergangenen  58 Jahre haben wir miterleben können, wie dieses Land auf wunderbare Weise angesichts einer überwältigenden Gegnerschaft bewahrt worden ist. Noch immer steht die Resolution der Vereinten Nationen vom November 1975 im Raum, die den Zionismus, die Heimkehrerbewegung der Juden als Rassismus bezeichnet. Mit dieser Resolution wird faktisch die Existenz Israels verdammt. Aber man wird dieses Land nicht einschüchtern oder beseitigen können. Es stellt immer noch ein phänomenales Wunder der Weltgeschichte dar.

Der Hass und die ständige Bedrohung, unter der die Juden zu leiden hatten, ist ohne Parallele bei anderen Völkern. Dafür gibt es sicher keine natürliche Erklärung. Hier haben wir es mit einem weiteren Beleg für die Inspiration der Schrift zu tun. Schon ein flüchtiges Studium aller in den vergangenen Jahrhunderten angestellten Versuche, die Juden auszulöschen, offenbart eine diabolische Dimension, die nicht zu leugnen ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Wenn auf der Erde keine Juden mehr übrig bleiben, in deren Land der Messias zurückkehren könnte – oder wenn sie nach Seiner Ankunft vernichtet würden -, dann würde Gott als Lügner dastehen und Satan hätte ein Patt beim Kampf um die Vorherrschaft im Universum erreicht.

Dass die Nachfahren Jakobs für 2 500 Jahre seit ihrer Gefangenschaft in Babylon in der Welt zerstreut leben und dabei eine erkennbare ethnische Gruppe geblieben sind, ist schon verwunderlich genug. Aber dass dieses von allen gehetzte Volk, nachdem es die vielen Anschläge auf seine Existenz überlebt hat, nach 25 Jahrhunderten ins eigene Land zurückkehren würde, um dort wieder als Nation zu erstehen, das ist mehr, als es sich die kühnste Phantasie hätte ausmalen können! Und es sollte eigentlich den hart gesottensten Atheisten nachdenklich stimmen, wenn dieses winzige Stück eins unfruchtbaren Wüsten- und Sumpflandes nun – wie die Propheten vorausgesagt haben – zu einer blühenden Landschaft mit modernen Städten und saftigem Ackerland geworden ist. Werden nicht inzwischen sogar Nahrungsmittel nach Europa, Technologie nach Japan und Blumen nach Holland exportiert (z. B. Jaffa-Orangen)? Das ist unfassbar, aber längst noch nicht alles.

Wer wäre töricht genug gewesen, sich vorzustellen, dass nach Israels Wiedergeburt die bewaffneten Verbände dieses Zwergstaates den Heeren der USA und der UdSSR an Schlagkraft und Effektivität in nichts nachstehen würden? Das winzige Israel, das gerade

1/6 % des arabischen Territoriums einnimmt, hat sich mehr als ebenbürtig erwiesen, obwohl das Kräfteverhältnis zu den arabischen Nationen ringsum 1:40 ausfiel. Auch haben die arabischen Länder jede erdenkliche Hilfe von den Sowjets erhalten – modernste Waffen und technische und strategische Berater zu Tausenden. Nachdem der Irak im August 1990 Kuwait überfallen hatte und alle Feinde mit Giftgas bedrohte, zollte der für mehrere Zeitungen tätige Kolumnist George Will Respekt für so viel Mut und militärisches Können:

„Der Westen sollte sich dankbar jenes in der Geschichte wohl einmaligen und dabei so effektiven und segensreichen Aktes für die Abrüstung erinnern, als Israel 1981 das noch in den Kinderschuhen steckende Atomwaffenprogramm des Irak durch Bomben zerstörte.“

Das moderne Israel hat viele Fehler, die wir nicht schön färben wollen. Dieses Volk wird Gottes Gericht dafür noch spüren. Es ist nicht aufgrund eigenen Verdienstes wieder in seinem Land, sondern deswegen, weil Gott Seine Verheißung an Abraham, Isaak und Jakob einlöst, so wie Er es geschworen hat, in den letzten Tagen zu tun. Wir können sicher sein: Gott, der Israel als Erfüllung Seiner Versprechen zurück ins Land geführt hat, wird es nicht mehr zulassen, dass es noch einmal entwurzelt wird. Wehe dem, der es dennoch versucht! Jeremia Kapitel 30-32 sollte ausreichen, jeden Zweifel diesbezüglich zu zerstreuen. Die folgenden Aussagen kann man an verschiedenen Stellen lesen:

„Denn ICH bin mit dir“, spricht der Herr, „um dich zu retten. Denn ICH werde ein Ende machen mit allen Nationen, unter die ICH dich zerstreut habe. Nur mit dir werde ICH kein Ende machen, sondern dich mit rechtem Maß züchtigen und dich keineswegs ungestraft lassen.

Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden. Hört das Wort des HERRN, ihr Nationen: Der Israel zerstreut hat, wird es wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde! Und sie werden nicht mehr länger verschmachten.

So spricht der HERR der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht. Wenn diese Ordnungen vor Meinem Angesicht weichen, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein. Siehe, Tage kommen“, spricht der HERR, „da diese Stadt Jerusalem wieder gebaut werden wird. Die Stadt soll nicht mehr niedergerissen noch zerstört werden in Ewigkeit.“

Die entscheidende Rolle, die Israel in der Endzeit spielen wird, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Prophetien, die dieses Volk betreffen, sind denn auch von größter Wichtigkeit. Auch wenn Jesus Satan am Kreuz besiegt hat und Seinen Sieg durch die Auferstehung von den Toten unter Beweis stellte, so wäre die Schlacht dennoch nicht vollgültig zum Ende gekommen, wenn es Satan gelänge, durch Vernichtung der Juden die Erfüllung der feierlichen Gelöbnisse Gottes an Israel zu hintertreiben.

Bis jetzt sind alle Versuche in dieser Richtung fehlgeschlagen. Und doch wird der Antichrist eine letzte große Anstrengung unternehmen, die Endlösung für das herbeizuführen, was Hitler das „Judenproblem“ genannt hat, Jesus selbst wird zu dieser Zeit zur Erde zurückkehren, um jene zu retten, die „bis zum Ende ausgeharrt haben“ (Matthäus Kapitel 24, Vers 13).

Man erschauert förmlich, wenn vor einem Ereignisse ablaufen, die den Vollzug Jahrtausende alter Prophetien der Bibel darstellen.

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