Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

14Mai/19

Die große Täuschung – Teil 56

KAPITEL 10 – Wie die New Age-Theologie Kirchen und Gemeinden infiltriert – Teil 4

Das Karma-Konzept

Auf eine unterschwellige Art haben die New Age-Prinzipien die Christenheit durch das Karma-Konzept infiltriert. Christen sind schnell dabei, eine Vorstellung anzunehmen, bei der unsere Sünden erforscht werden und dass wir Verderben ernten, wenn wir in das Fleisch säen und zu glauben, dass eine Person negative Konsequenzen erfahren wird, wenn sie ein unmoralisches Leben führt. „Sicher, ich glaube an das Karma“, wird da so mancher sagen. „Es ist das Prinzip von Saat und Ernte.“

Aber das ist nicht unter Karma zu verstehen. Karma ist ein spirituelles Prinzip, das in dem fernöstlichen Konzept der Reinkarnation wurzelt, das besagt, dass sich ein Mensch in seinem Leben moralische Schuld anhäuft und dass er diese in einer zukünftigen Inkarnation abbezahlen müsse.

Dr. Gavin Flood, Professor für Komparative Religion fasst dies wie folgt zusammen:

„Karma ist ein Sanskrit-Wort, das buchstäblich 'Handlung' bedeutet. Es bezieht sich auf das Gesetz, das besagt, dass jede Aktion eine gleichwertige Reaktion zur Folge hat und zwar entweder sofort oder irgendwann in der Zukunft. Im Hinduismus operiert Karma nicht nur in dieser Lebenszeit, sondern auch in zukünftigen Lebenszeiten: Die Folgen einer Aktion können auch nach diesem gegenwärtigen Leben in einem neuen Leben erfahren werden. Mit dem Ziel moksha ist die Befreiung aus diesem Kreislauf von Aktion und Reaktion und der Wiedergeburt erreicht.“

Karma kommt von einem theologischen System, welches besagt, dass der Mensch in der Zukunft das Lösegeld für die Vergehen im letzten oder in den davor liegenden Leben bezahlen müsste. Schlechtes Karma und das Durchleben von bösen Dingen könnten durch Erleuchtung erleichtert werden, wenn der Mensch für seine schlimmen Taten auf dem Karma-Rad sühnen müsste.

Es gäbe einen riesigen Berg an Karma, den der Mensch über viele Geburten angehäuft hätte, was „Sanchita Karma“ genannt wird. Gemäß Sri Swami Sivananda ist Prarabdha Karma der Teil von Sanchita Karma, einer Anhäufung vergangener Karmas, der bereit ist, durch den gegenwärtigen Körper erlebt zu werden. Der Kreislauf von Geburten und Tode würde wegen des Karmas immer weitergehen, bis der Mensch zu Gott und aus diesem Kreislauf befreit würde.

Christen sind sich nicht bewusst, dass sie sich auf die hinduistische Theologie beziehen, wenn sie sagen, dass sie an das Karma glauben und dass sie dabei sogar den Lehrsatz der fernöstlichen Philosophie übernehmen, der besagt, dass das Schlimme, was wir in diesem Leben erfahren, die Folge unserer schlechten Taten seien. Aber dieser Lehrsatz ist nicht mit der Bibel vereinbar. Er ist ein laienhaftes Verständnis der indischen Lehre über das Karma und das perfekte Beispiel dafür, wie das New Age das Denken unserer Kultur so sehr durchdringt, dass sogar Christen stillschweigend damit anfangen, fernöstliche Philosophie über das Wort Gottes zu stellen.

Ja, es gibt auch in der Bibel ein allgemeines Prinzip über das Säen und Ernten:

Galaterbrief Kapitel 6, Verse 7-10

7 Irret euch nicht: Gott lässt Sich nicht spotten; denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. 8 Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten. 9 Lasst uns aber nicht müde werden, das Rechte (das Gute) zu tun; denn zu Seiner (bestimmten) Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. 10 Darum wollen wir so, wie wir Gelegenheit haben, allen Menschen Gutes erweisen, besonders aber den Glaubensgenossen!

Wer stets auf sein Fleisch sät, wird geistliches Verderben ernten und den geistigen Tod sterben, was bedeutet, von schlussendlich völlig von Gott getrennt zu sein. Er wird für gewöhnlich seine Beziehungen einbüßen und in erster Linie die zu Jesus Christus und andere Arten von Konsequenzen erfahren. Aber es ist nicht zwangsläufig so, dass das Übel, was wir auf der Welt angerichtet haben, wieder auf uns zurückkommt. Das Leben gerät zwar in Unordnung, je nachdem wie wir unsere Moral ruiniert haben. Aber es gibt da keine geheimnisvolle Kraft im Universum oder irgendeine Gottheit außerhalb des Universums, die das Ausmaß an Leid nach dem festlegt, was wir in diesem Leben an bösen Dingen getan haben.

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veröffentlicht unter: Täuschungen