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Stolpersteine auf dem schmalen Glaubensweg – Teil 18

II. Kleine Stolpersteine – Teil 2

2. Erwartungen

Halte einmal inne und denke über folgende Frage nach: Aufgrund welcher Umstände oder Menschen hast Du Enttäuschungen erlebt? Jemand oder etwas hat Deine Erwartungen nicht erfüllt, stimmt's? Du hattest Dir alles gedanklich zurechtgelegt, wie eine bestimmte Situation gemeistert werden könnte oder die Art und Weise, wie eine bestimmte Person reagieren sollte. Aber Deine Vorstellungen sind niemals Realität geworden. Deine Erwartungen wurden schnell und unerbittlich mit der rauen Wirklichkeit konfrontiert. Dein Wunsch verflüchtigte sich, und zurück blieb ein leerer, unerfüllter Traum.

Die von schmerzlichen Enttäuschungen geprägten Geschichten ähneln sich auf traurige Weise. Hier ein paar Beispiele:

All diese Aussagen haben eine traurige Melodie. Durch Enttäuschungen entsteht im Herzen:

Schauen wir uns diese diesen kleinen Stolperstein auf unserem Glaubensweg etwas näher an:

Bei unseren Erwartungen bauen wir in unserer Gedankenwelt Vorstellungen auf, die entweder unrealistisch, unfair oder voreingenommen sind. Innerlich konzentrieren wir uns fortan voll und ganz auf diese Fantasiebilder, an denen wir hartnäckig und konsequent festhalten. Indem wir dabei den involvierten Personen keinen Raum zur Flexibilität – also keine Möglichkeit für Veränderung der Gegebenheiten oder gar für Überraschungen – geben, gießen wir die Art und Weise, wie die Dinge unserer Ansicht nach ablaufen müssen, in Beton. Und wenn sich unsere Vorstellungen dann nicht realisieren, spüren wir den Schmerz der Enttäuschung. Das Ergebnis ist meist tragisch.

Wenn wir außerstande sind, in unserer Haltung ein angemessenes Maß an Toleranz erkennen zu lassen, ist auch unsere Bereitschaft, die Unvollkommenheit unserer Mitmenschen oder die alles Andere als idealen Verhältnisse zu akzeptieren, stark eingeschränkt.

Das Allerschlimmste ist, dass dabei die wunderbare Spontanität einer Freundschaft darunter leidet. Die Kette unserer Vorstellungen, die wir mit den Gliedern unserer Erwartungen geschmiedet haben, hält uns im Kerker der Enttäuschung gefangen.

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