Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

18Mai/17

Szenendarstellung vom Buch der Offenbarung als Lebenshilfe – Teil 19

Kapitel 10– Teil A – Szenendarstellung – Der Richter

Morgan Wilson hatte seinen 1,20 m Golf-Schlag perfekt ausgeführt. Er war gerade dabei, den Ball erneut zu schlagen, als er sich plötzlich an die Brust griff und auf dem grünen Rasen zusammenbrach. Die panischen Stimmen von seinen Freunden verflüchtigten sich, als er fühlte, wie er durch einen dunklen Tunnel reiste. Dann merkte er auf einmal, dass er sich in einem völlig anderen Existenz-Modus befand, wie er ihn noch niemals zuvor auf der Erde erfahren hatte. Es war ihm nicht bewusst, dass er sich im Hades befand, an dem Ort, wohin alle Bösen hinkommen, die auf den Tag des Gerichts warten.

Er war von vielen anderen Seelen umgeben, und es kamen noch weitere hinzu. Ihre Körper waren genau wie seiner – zart, aber substanzlos. Dabei waren jedoch sämtliche Sinne intakt. An einem Ende des Raumes stand eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah, aber so strahlend hell, dass Morgan kaum hinsehen konnte. Sie bewachte eine massive Tür.

„Wie viele Erden-Jahre sind vergangen, seitdem ich gestorben bin?“, fragte Morgan den Mann.

„Na, über 1 000 Jahre“, antwortete der Türwächter.

„Erst 1 000 Jahre? An diesem entsetzlichen Ort kommt es einem vor, als wären es 1 Million Jahre. Wo bin ich? Und warum bin ich hier?“

„Jesus Christus hat Satan und dessen Agenten ein für allemal besiegt und sie in den Feuersee geworfen. Jetzt hat Er mit dem Gericht für alle Seelen begonnen. Du bist hier, um zu warten, bis du an der Reihe bist.“

Eine wartende Seele nach der anderen wurde zur Tür gerufen. Als Morgan an der Reihe war, ging er hindurch; aber das, was er dann sah, raubte ihm den Atem. Seine Augen mussten sich anstrengen, um diese überirdische Schönheit und Majestät anschauen zu können. Direkt vor ihm türmte sich ein großer, weißer Thron auf. Er schaute in das Gesicht des Einen, Der darauf saß und war völlig überwältigt. Dieses Antlitz strahle reine Liebe und unendlich tiefe Trauer aus. In diesem Augenblick wurde Morgan bewusst, dass dieses Antlitz, dieses Wesen, irgendwie schon immer die Realität hinter jeder Sehnsucht gewesen ist, die er jemals hatte.

Die Hände des Mannes waren vernarbt, als wenn sie durch ein scharfes Instrument aufgespießt worden wären. Mit einem Stich der Furcht realisierte Morgan, dass er sich in der Gegenwart von Jesus Christus befand. Panik kam in ihm auf, als er an sein irdisches Leben dachte, das nicht immer so gewesen war, wie es hätte sein sollen. Doch er erinnerte sich auch daran, dass ihm gesagt wurde, dass Jesus Christus gnädig ist. Er klammerte sich an diesen Gedanken, als wenn es ein Seil wäre, das über einem Abgrund baumelte.

Mit voller, reiner Stimme rief Jesus Christus Morgen beim Namen. Morgan wurde, wie durch einen Magnet, nach vorne gezogen. Zum ersten Mal bemerkte er die sechs Bücher, die neben dem Thron aufgestapelt waren. Jesus Christus nahm das erste, und Morgan konnte den Titel lesen „Das Gesetzbuch“. ER öffnete es und nahm es auf Seinen Schoß.

„Morgan Wilson“, sagte Er. „Was hast du zu deinem Leben auf der Erde zu sagen?“

Obwohl er sehr zitterte, fand Morgan seine Stimme wieder. „Na ja, uh, ich habe mein Bestes versucht, um Dein Gesetz zu befolgen. Und wenn ich da an andere Menschen denke, weiß ich, vermute ich, dass ich das ein wenig besser geschafft habe als die meisten.“

„So, so, du denkst also, dass deine Errettung davon abhängt, wie du das Gesetz befolgt hast. Sehr gut. Da du erwartest, aufgrund deiner guten Werke errettet zu werden, wollen wir uns einmal anschauen, was dazu nötig ist.“ Jesus Christus blickte ins Buch, las jeden Punkt des Gesetzes laut vor und schaute danach Morgan an. „Hast du dich an all diese Dinge gehalten?“

„Nun ja, natürlich nicht perfekt. Aber ich denke, dass bei mir das Gute das Schlechte überwiegt.“

„Ich fürchte, das reicht nicht“, sagte Christus. „Wenn du deine Errettung vom Gesetz abhängig machst, dann musst du das Gesetz im Ganzen befolgen und jeden einzelnen Punkt davon einhalten, ohne dabei im Geringsten zu versagen.“

„Aber HERR, das ist doch unmöglich. Keiner, außer Dir, ist vollkommen. Aber im Großen und Ganzen denke ich, dass ich genug Pluspunkte beisammen habe, um mich selbst einen sehr guten Menschen nennen zu können.“

„Mein lieber Morgan, diese Gesetze dienen nicht dazu, dir Verdienste zu verschaffen. Keiner kann sich die Errettung dadurch verdienen, dass er das Gesetz befolgt. Die Erlösung im Zusammenhang mit der Errettung ist Mein Geschenk an diejenigen, die Mich lieben. Das Gesetz beschreibt, wie Gott sich gedacht hat, wie die menschliche Rasse sein sollte, so wie Adam und Eva es waren, bevor sie sündigten. Nur diejenigen, die jedes Gesetz vollkommen einhalten, sind dazu geeignet, den Himmel zu bewohnen.“

„Aber wenn das so ist, dann kann keiner errettet werden“, erwiderte Morgan. „Die Bibel sagt doch: 'Alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit'.“

„Da hast du vollkommen Recht. Deshalb bin ICH für dich gestorben. ICH habe niemals gesündigt. Und Ich habe die Strafe für deine Sünden auf Mich genommen, um sie dir zu ersparen.“

„Wenn Du wusstest, dass wir das Gesetz nicht einhalten können, warum hast Du es uns dann überhaupt gegeben?“

„Es sollte euch als Diagnose-Instrument dienen – als Standard, an dem ihr euch selbst messen könnt. Dieser Standard der Vollkommenheit war dazu da, euch aufzuzeigen, wie sehr ihr mit Sünden-Krankheit behaftet seid. Du hättest diese Diagnose akzeptieren müssen, bevor du Mein Heilmittel annimmst. Doch anstatt das Gesetz zu nehmen, um deinen Zustand zu diagnostizieren, hast du versucht, es zu deinem Heilmittel zu machen. Das hat jedoch dazu geführt, dass deine Sünden-Krankheit eitrig wurde.“

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Lebenshilfe