Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

25Apr/17

Die Ordnung der biblischen Prophetie – Teil 56

von Warren D. Hoover

Offenbarung Kapitel 18 – Babylons Fall

Die Entrückung der Gemeinde von Jesus Christus und der Beginn der Trübsalzeit – Teil 15

Offenbarung Kapitel 18, Verse 1-2

1 Danach sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen, der eine weitgehende Macht erhalten hatte, und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit (= Lichtglanz) erleuchtet. 2 Er rief mit mächtiger Stimme: „Gefallen, gefallen ist das große Babylon und ist zur Behausung von Teufeln, zur Unterkunft aller unreinen Geister und zur Unterkunft aller unreinen und verabscheuten Vögel geworden!“

Dabei müssen wir an den Propheten Jeremia denken, der kontinuierlich die Bewohner von Juda warnte, zu Gott umzukehren, gleichzeitig aber auch ihren Fall und die Gefangenschaft in Babylonien vorhersagte. Doch nur wenige Gläubige wissen, dass er auch den Untergang Babylons prophezeit hat:

Jeremia Kapitel 50, Vers 13

Infolge des Zorns des HERRN wird es unbewohnt sein und ganz zur Wüste werden, so dass jeder, der an Babylon vorüberzieht, sich entsetzen und über alle seine Leiden zischen soll!«

Hier sehen wir erneut das Prinzip der dualen Erfüllung. Die alte Stadt Babylon wurde zerstört und 2 500 Jahre lang nicht wiederaufgebaut. Diese Vernichtung war Gottes Warnung an sämtliche Generationen wie alles enden kann, wenn man ihren Prinzipien nachfolgt. Ebenso ist es ein Bild für die Zukunft der Weltsysteme, die auf den Vorstellungen basieren, die dort ihren Ursprung haben.

Offenbarung Kapitel 18, Vers 3

„Denn von dem Glutwein ihrer Unzucht haben alle Völker getrunken, und die Könige der Erde haben mit ihr gebuhlt, und die Kaufleute der Erde sind durch ihre maßlose Üppigkeit reich geworden.“

Zunächst wird Johannes daran erinnert, dass Babylon das Symbol für falsche Religion ist. Darüber hinaus wird uns Babylon als Symbol für falsche Regierungs- und Wirtschaftssysteme präsentiert. Das ist mit „den Kaufleuten der Erde“ gemeint. Darüber hinaus repräsentiert Babylon den engen Zusammenschluss von Regierung und Wirtschaft, der all die Zeitalter hindurch Tradition war und bis heute anhält. Er wird seinen Höhepunkt unter dem Antichristen erreichen, wenn jeder „das Malzeichen des Tieres“ annehmen soll, um kaufen oder verkaufen zu können. Dann ist die ultimative Welt-Einheitsregierung erreicht, die dann wiederum das Eine-Welt-Wirtschaftssystem kontrolliert.

Offenbarung Kapitel 18, Verse 4-5

4 Dann hörte ich eine andere Stimme aus dem Himmel rufen: „Gehet aus ihr hinaus, ihr Mein Volk, damit ihr an ihren Sünden keinen Anteil habt und von ihren Plagen (oder: Strafen) nicht mitbetroffen werdet!
5 Denn ihre Sünden haben sich aufgetürmt bis an den Himmel, und Gott hat ihrer Ungerechtigkeiten (= Freveltaten) gedacht.“

Gott hat seit Abrahams Zeiten davor gewarnt, aus Babylon hinauszugehen. Und hier wird diese Warnung auf diejenigen ausgeweitet, die während der Trübsalzeit zum Glauben an Jesus Christus kommen. Aber nun wird noch eine Ergänzung vorgenommen: Damit sie keinen Anteil an ihren Sünden und ihren Plagen haben. Wenn sie nicht leiden wollen wie die Ungläubigen, dann müssen sie sich aktiv in Wort und Tat von ihnen distanzieren.

Dies ist mehr als nur ein Aufruf. Seit dem Aufkommen der modernen Wirtschaftssysteme, die extrem von Computern abhängig sind, haben die Bibelgelehrten damit begonnen zu spekulieren, ob der Antichrist irgendwo im Mittleren Osten nun ein „Neues Babylon“, als Hauptsitz seines Wirtschaftskontrollsystems. etablieren wird oder nicht. Die Basis für ihre Auslegung ist folgende Bibelstelle:

Jesaja Kapitel 13, Verse 19-22

19 So wird denn Babylon, das Schmuckstück unter den Königreichen, die stolze Pracht der Chaldäer, das gleiche Schicksal haben wie Sodom und Gomorrha, die Gott von Grund auf zerstört hat. 20 Es wird in Ewigkeit nicht mehr bewohnt werden und menschenleer bleiben von Geschlecht zu Geschlecht; kein Steppenaraber wird dort sein Zelt aufschlagen und kein Hirte dort seine Herde lagern lassen; 21 nein, Wüstentiere werden dort lagern und die Häuser dort voll von Eulen sein; Strauße sollen dort hausen und Bocksgeister (oder: Feldteufel) daselbst tanzen; 22 Wüstenwölfe sollen in den Palästen dort heulen und Schakale in den Lustschlössern; und zwar steht ihre Zeit (d.h. das Ende der Stadt) nahe bevor, und ihre Tage werden sich nicht hinausziehen.

Das ist eine eindeutige Prophezeiung, dass das erste Babylon nicht wieder aufgebaut wird. Aber bedenke, dass diese Verse im Buch der Offenbarung andeuten, dass ein neues Babylon oder ein Äquivalent existieren wird, von dem sich die Gläubigen zurückziehen sollen, um ihren Tod zu abzuwenden.

Der erste modernde Kommentator, den ich kenne und diese Ansicht vertreten hat, ist Dr. J. Vernon McGee, der seine Auslegung dazu im Jahr 1975 veröffentlicht hat. Dabei macht er jedoch deutlich, dass es sich dabei um seine persönliche Meinung handelt und nicht um ein biblisches Dogma.

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Endzeit