Die Endzeit-Reporter Von den letzten Tagen der Welt

2Dez/15

Biblische Wissenschaft – Teil 16

Übersetzung von Auszügen aus dem Buch „Quantum Creation“ (Quanten-Schöpfung) von Josh Peck, erschienen im Jahr 2014

Hält sich das Übernatürliche in der 4. Dimension versteckt? Eine wissenschaftliche und theologische Reise durch die Quanten-Mechanik, die Zeit und die vierte räumliche Dimension

Zeitreisen

Unsere Studie bringt uns jetzt zu einer sehr interessanten Frage, die da lautet: „Gibt es eine Möglichkeit, die Entropie umzukehren, ohne dabei irgendwo anders noch mehr Entropie zu schaffen?“ Darauf gibt es mehrere theoretische Antworten, die jedoch allesamt an einem einzigen Punkt scheitern: Bei der gegenwärtigen Richtung des Zeitpfeils kann die Entropie gar nicht verringert werden.

Die einzige Möglichkeit, die Entropie umzukehren, wäre, in die Zeit zurückzureisen, als die Entropie noch geringer war. Aber ist so etwas überhaupt machbar? Sind Zeitreisen eine realisierbare Möglichkeit? Wenn ja, gibt es dabei ethische und theologische Probleme zu beachten? Natürlich ist es, wenn man ein Kapitel wie dieses schreibt, unumgänglich, dass man auch die Möglichkeit einer Zeitreise zur Sprache bringt. Weil dieses Thema so umfangreich ist, habe ich mir gedacht, dass ich dazu einen Experten zu Rate ziehe.

Interview mit Dr. Ronald_Mallett

Dr. Ronald Mallett ist ein christlicher theoretischer Physiker, Akademiker und der Autor des Buches „Time Traveler: A Scientist's Personal Mission to Make Time Travel a Reality“ (Zeitreisender: Die persönliche Mission eines Wissenschaftlers, die Zeitreise Realität werden zu lassen). Er ist seit 1975 Professor an der University of Connecticut und wurde dadurch bekannt, dass er die Zeitreise erforschte.

Um die Möglichkeiten einer Zeitreise auszuloten, bat ich Dr. Ronald Lawrence Mallett um Hilfe und um ein Interview.

Dieses Interview wurde von Deeanna Williams von einer Aufzeichnung eines Telefongesprächs niedergeschrieben und später von mir überarbeitet. Dabei gab es aber nur wenige grammatikalische Korrekturen vorzunehmen.

Josh Peck:
Wie kam es zu dem Interesse für Zeit bei Ihnen?

Dr. Mallett:
Der Grund, weshalb ich mich mit Zeitreisen beschäftigt habe, hat mit einer Tragödie zu tun, die sich sehr früh in meinem Leben in meiner Familie zugetragen hat. Damals war ich 10 Jahre alt, und mein Vater war der Mittelpunkt meines Lebens. Ich war das älteste von vier Kindern. Ich bin in der Bronx von New York aufgewachsen, und mein Vater war Fernsehmechaniker. Er war sehr gut darin, was er tat, und es sah so aus, als sei er kerngesund. Obwohl er sehr hart arbeiten musste, hatte er Zeit für die Familie. Er investierte sehr viel Zeit darin, unsere Fragen zu beantworten, und er schenkte mir unter anderem ein Gyroskop, also ein Kreiselinstrument und einen Detektorempfänger. Wie ich schon sagte, bewunderte ich ihn sehr. Wir wussten nicht, dass er ein schwaches Herz hatte, und er starb ganz plötzlich an einer schweren Herzattacke. Er war erst 33 Jahre alt. Das erschütterte völlig meine Welt und stellte sie buchstäblich auf den Kopf. So verwandelte ich mich von einem glücklichen Kind in ein total depressives. Nachdem er gestorben war, stürzte die Familie in Armut. Das war eine sehr schwierige Zeit, und ich weiß nicht, wie meine Mutter sie überlebt hat. Ich denke, es war ihr Glaube, der ihr dabei geholfen hat.

Ein Jahr nachdem mein Vater gestorben war, stieß ich auf ein Buch, das mein Leben veränderte. Es hieß „Die Zeitmaschine“ und der Autor war Herbert George Wells. Das, was ich da in den Händen hielt, war eine klassische illustrierte Ausgabe. Gleich zu Anfang des Buches hieß es, dass Wissenschaftler sehr genau wissen, dass wir uns in der Zeit genauso vorwärts und rückwärts bewegen können wie im Raum. Als ich das las, wusste ich, dass dieses Buch mir helfen konnte. Es sollte mein Rettungsanker sein, weil ich dachte, ich könnte eine Zeitmaschine bauen, damit in der Zeit zurückreisen und meinen Vater wiedersehen. Ich könnte ihm erzählen, was mit ihm passiert war und bei ihm sein. Vielleicht könnte ich ja sogar einen Weg finden, ihn vor seinem Tod zu bewahren. Dies wurde meine Mission. Es war in Wahrheit eine geheime Mission, weil ich im Alter von 11 Jahren schon wusste, dass sich einige Menschen wegen mir Sorgen machten. Deshalb sprach ich nicht mit ihnen darüber, was mich beschäftigte. So fing alles an.

Ungefähr ein Jahr später, als ich 12 Jahre alt war, bekam ich das zweite Buch in die Hände, das ebenfalls mein Leben veränderte. Wie ich bereits erwähnt habe, wurde meine Familie sehr arm, nachdem mein Vater gestorben war. Und ich war nun einmal eine Leseratte. Die einzigen Bücher, die für mich erschwinglich waren, gab es bei der Heilsarmee. Dort konnte man Taschenbücher für 5 Cents kaufen. Als ich wieder einmal dorthin ging, fiel mein Blick auf die Titelseite dieses Taschenbuchs. Da war ein Bild von Albert Einstein abgebildet und daneben eine Sanduhr. Ich wusste nicht, was Einstein gemacht hatte, aber mir fiel ein, dass er ein großes Genie war. Zufälligerweise war Einstein in demselben Jahr gestorben wie mein Vater: 1955. Was für ein Zufall! Obwohl ich nicht verstand, was mir die Titelseite sagen wollte, musste es eine Verbindung zwischen Einstein und der Zeit geben, weil ja neben seinem Bild eine Sanduhr abgebildet war. So kaufte ich das Buch. Obwohl ich nicht alles von seinem Inhalt verstand, bekam ich dennoch das Wesentliche mit. Es hieß, dass Einstein gesagt hätte, dass die Zeit nicht absolut sei. In der gewöhnlichen klassischen Physik von Newton konnte man nichts tun, um die Zeit zu verändern. Ich wusste, dass wenn ich Einstein verstehen würde, dies der Schlüssel war. Ich kann mich sowohl an das Buch, als auch an seinen Titel erinnern: „The Universe and Dr. Einstein“ (Das Universum und Dr. Einstein) von Lincoln Barnett. Und so kam bei mir das Verlangen auf, Einstein zu verstehen.

Ich kam da aber nicht so schnell dahinter. Es war für mich auch nicht leicht, meinen Abschluss zu machen und auf ein College zu gehen. Denn wir waren tatsächlich so arm, dass wir uns das nicht leisten konnten. Nach Abschluss des Gymnasiums ging ich deshalb zur Luftwaffe. Dort war ich zu der Zeit des Vietnamkrieges. Ich nutzte anschließend das G._I._Bill, um an die Pennsylvania State University zu kommen. Dort wählte ich den Fachbereich, bei dem es um Einsteins Arbeit ging, vornehmlich um die Allgemeine Relativität. Ich begriff schnell, dass Einstein zwei Theorien entwickelt hatte. Eine davon war die Spezielle Relativitätstheorie von 1905. Kurz gesagt geht es dabei darum, dass die Zeit durch Bewegung verändert werden kann. Dies bedeutet, dass je schneller sich ein Objekt bewegt, umso mehr verlangsamt sich für dieses Objekt die Zeit. Selbst die Zeit für eine sich bewegende Uhr würde langsamer ablaufen. Das ist im Wesentlichen die Essenz von Einsteins Spezieller Relativitätstheorie.

Und dann taten sie etwas im Jahr 1971 in der amerikanischen Sternwarte United_States_Naval_Observatory, wovon niemand wusste. Sie nahmen zwei Atomuhren. Eine der Uhren wurde in der Sternwarte belassen, die andere wurde in ein Flugzeug gelegt. Das Flugzeug flog beinahe mit Schallgeschwindigkeit, also mit etwa 1235,5 km/h. Und als das Flugzeug wieder zurückkam, stellten sie fest, dass die Uhr an Bord des Flugzeuges langsamer gelaufen war. Dabei handelte es sich zwar nur um den Bruchteil einer Sekunde; doch die Uhr zeigte genau das auf, was Einstein vorhergesagt hatte. Die Zeit lief langsamer ab. Dieser Effekt wird umso größer, je schneller man sich bewegt. Je näher man dabei der Lichtgeschwindigkeit kommt, erhöht sich die Zeitverlangsamung auf Stunden.

Der Auszug aus dem Artikel endet hier. Lesen Sie den gesamten Artikel als PDF.

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veröffentlicht unter: Bibel